Keine Planung, schlechte Inhalte

Twitter: Die 4 größten Fehler

14. Dezember 2010
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Auf Twitter machen viele Unternehmen ernüchternde Erfahrungen. Expertin Sherrie Madia verrät, welche Fehler sie am häufigsten beobachtet.
Anfangs schauen bei Twitter immer viele vorbei. Damit nicht alle wieder wegfliegen, braucht es aber eine gute Strategie.
Anfangs schauen bei Twitter immer viele vorbei. Damit nicht alle wieder wegfliegen, braucht es aber eine gute Strategie.
Foto: twitter

Erst einmal fröhlich losgezwitschert, aber nach einer Weile wird es stumm. Diese Twitter-Erfahrung machen so viele Unternehmen, dass sie nicht ungewöhnlich ist. Auch große Firmen übrigens: Eine Studie der PR-Strategen Weber Shandwick zeigt, dass 73 Prozent der Fortune 100-Konzerne insgesamt 540 Twitter-Accounts eingerichtet haben. Mehr als die Hälfte davon liegt allerdings brach. Die Frage ist, welche Ursachen hinter der abnehmenden Begeisterung stecken. Die üblicherweise irgendwann abnehmende (Zwischen-)Müdigkeit der Follower alleine? Oder vernachlässigt ein Unternehmen nach Anfangseuphorie den Account und führt so das Verstummen selbst herbei?

Bei allem Hype: Ein Selbstläufer ist Social MediaSocial Media nie – und TwitterTwitter schon gleich gar nicht. Für unsere Schwesterpublikation CIO.com hat Expertin Sherrie Madia deshalb die vier größten Fehler zusammengestellt, die Unternehmen bei Gezwitschere via Internet begehen. Madia ist Mitautorin des Buches The Social Media Survival Guide. Alles zu Social Media auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

1.Versäumnisse in der Planung: Kopflos die soziale Plattform entern ist der Kardinalfehler schlechthin. "Denken Sie sorgfältig darüber nach, was Sie dort bezwecken", sagt Madia. "Twitter ist kein Tool zum Aufsetzen und dann wieder Vergessen."

Vor Eröffnung eines Accounts sollte stattdessen gründlich die Lage gecheckt werden. Wo tummeln sich die Kunden und die Zielgruppe? Nutzen sie überhaupt Twitter? Tauschen sie sich über die Marken des Unternehmens aus? Wenn sich die anvisierten Nutzer beispielsweise schon in bestimmten Foren zusammengetan haben, ist Twitter möglicherweise verzichtbar. "Die beste Strategie kann es dann sein, nach einem Weg in die bestehenden Communities zu suchen statt eine neue ins Leben zu rufen“, rät Madia.

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