Markenname Meta Group wird aufgegeben

Übernahme der Meta Group durch Gartner abgeschlossen

04. April 2005
Von Ingo Butters
Der Marktforschungsunternehmen Gartner wird den Namen Meta Group nicht mehr weiterführen. Das teilte das Unternehmen mit. Gartner hatte die Übernahme des kleineren Konkurrenten bereits im Dezember letzten Jahres angekündigt. Für den Kauf der Firma bezahlte Gartner insgesamt 162 Millionen US-Dollar.

Die Homepage der Meta Group ist bereits zu einer Art Archiv umfunktioniert worden. Analysen, die die Meta Group vor dem 1. April veröffentlicht hat, sind bis auf weiteres über das Online-Angebot erhältlich. Alle Studien, die danach erscheinen, sind nun auf der Website von Gartner zu finden. Die Marke Meta Group wird "pensioniert."

Künftig, das stellte Gartner-Chefanalyst Peter Sondergaard im Gespräch im CIO-Online klar, werde man nach außen hin als ein Unternehmen auftreten. "Eine Trennung in Gartner- und Meta Group-Analysten gibt es nicht." Allerdings werden nicht alle 250 Analysten der bisherigen Meta Group mit an Bord sein. "Es ist bekannt, dass sich unsere Angebote in manchen Bereichen überschnitten haben", räumte Sondergaard ein. "Dort haben wir uns von einigen Analysten getrennt."

Aufgrund rechtlicher Erwägungen konnte Sondergaard keine detaillierten Zahlen nennen. Er rechnet jedoch damit, dass etwa zwei Drittel der rund 250 Analysten der Meta Group auch in Zukunft bei Gartner weiter beschäftigt werden. Medienberichten zufolge wurden bereits vor dem Vollzug der Übernahme dutzende Analysten entlassen. Sondergaard sagte dazu: "Das Gros der wichtigen Entscheidungen ist bereits getroffen und durchgeführt." So hieß es in einer Erklärung von Gartner: Man freue sich, die mehr als 100 Mitarbeiter aus dem Sales-Bereich der Meta Group im Unternehmen willkommen zu heißen.

Derzeit unterziehe man außerdem die verschiedenen Forschungsmethoden der Analysten beider Häuser einer kritischen Überprüfung. Man wolle sicherstellen, dass nach wie vor alle die Freiheit hätten, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen. Unterschiedliche Meinungen würden, wenn nötig, eben unterschiedliche Perspektiven repräsentieren, heißt es in einer Erklärung von Gartner.

Mit dem Kauf möchte sich Gartner eigenen Angaben zufolge vor allem im deutschen und britischen Markt, in der Energie- und Versicherungsbranche sowie im Geschäft mit Regierungsbehörden stärker positionieren.

Studie aus diesem Bereich:

Führende Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland

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