Top 15-Firmen legen im Schnitt um acht Prozent zu

Übersicht deutscher BI-Markt 2007

17. August 2007
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die Inlandsumsätze der führenden 15 Anbieter von Standard-Software für Business Intelligence (BI) sind im vergangenen Jahr um durchschnittlich 7,9 Prozent gestiegen. Dieses Wachstum liegt deutlich über den 5,6 Prozent, die der Software-Markt insgesamt laut Branchen-Verband Bitkom erzielte. Zu diesem Ergebnis kommen die Berater von Lünendonk, die jetzt ihr BI-Ranking veröffentlichten.
Die Top 15-BI-Anbieter in der Übersicht von Lünendonk.
Die Top 15-BI-Anbieter in der Übersicht von Lünendonk.

Die Top 15 erwirtschafteten vergangenes Jahr in Deutschland Umsätze von 312 Millionen Euro. Lünendonk berücksichtigt in seiner Liste ausschließlich Firmen, die mindestens die Hälfte davon mit BI erzielten. Für das Ranking maßgeblich ist der gesamte Deutschland-Umsatz der Firmen.

Marktführer in der Bundesrepublik ist SAS Deutschland, das 90 Millionen Euro umsetzte. Erstmals habe das Unternehmen den Inlandsumsatz gesondert veröffentlichen können, so Lünendonk. Darum sei ein exakter Vergleich mit den Vorjahren nicht möglich. Die Steigerung dürfte indes bei rund zehn Prozent liegen. Das gilt ebenso für die Zahl der etwa 400 Mitarbeiter.

Den zweiten Platz teilen sich mit einem Umsatz von jeweils 42 Millionen Euro die Cognos GmbH und die Hyperion Solutions Deutschland GmbH, die im März dieses Jahres von OracleOracle geschluckt wurde. Alles zu Oracle auf CIO.de

Den Lünendonk-Zahlen zur Folge hat der Riese aus dem Silicon Valley einen echten Leckerbissen verschlungen: Hyperion erzielte den gleichen Umsatz wie Cognos mit nur 93 statt 140 Mitarbeitern und steigerte seinen Umsatz um fast vier Millionen Euro. Cognos legte nur um 500.000 Euro zu.