Nur IT-Service-Anbieter können zulegen

Übersicht deutscher IT-Markt 2004

25. Mai 2004
Von Thomas Zeller
Das Beratungsunternehmen Lünendonk hat seine aktuellen Listen zum deutschen IT-Markt veröffentlicht. Basierend auf diesen Informationen bietet CIO-Online auf den folgenden Seiten eine Übersicht zu den größten Anbietern in den Bereichen IT-Beratung und Systemintegration, IT-Service und Standardsoftware.

Die Abgrenzung zwischen den IT-Dienstleistungs-, Software- und Unternehmensberatungs-Märkten wird immer schwieriger. Während einerseits Managementberater auch IT-Know-how anbieten, weist andererseits die Leistungspalette der IT-Berater auch unternehmensstrategische Themen auf. Eine weitere Überschneidung ergibt sich dadurch, dass Standard-Software-Unternehmen ins Beratungs- und Integrationsgeschäft drängen.

Neue Lünendonk-Listen zum IT-Markt 2004.
Neue Lünendonk-Listen zum IT-Markt 2004.

IT-Beratung und Systemintegration

Der deutsche Markt für IT-Beratung und Systemintegration hat im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang verzeichnen müssen. Das Minus betrug nach Angaben von Detecon International rund sieben Prozent. Das Marktvolumen summierte sich ohne den Wert der involvierten Standard-Software und Hardware auf 11,9 Milliarden Euro.

Die 25 größten Unternehmen in diesem Segment, die von Lünendonk ermittelt wurden, erzielten im vergangenen Jahr einen Inlandsumsatz von insgesamt knapp fünf Milliarden Euro. Er schrumpfte mit minus acht Prozent noch stärker als der Gesamtmarkt. Der Marktanteil der Top 25 Firmen sank gegenüber dem Vorjahr von 48 auf 42 Prozent.

Umsatz der Top 25 Unternehmen Bereich IT-Beratung
Umsatz der Top 25 Unternehmen Bereich IT-Beratung

Bei den Unternehmen dieses Marktsegments handelt es sich sowohl um Gesellschaften mit Hauptsitz in Deutschland als auch Tochtergesellschaften internationaler Beratungskonzerne, die für deutsche Kunden tätig sind.

Diese Firmen weisen im Vergleich mit Standard-Software-Unternehmen relativ geringe Auslandsumsatzanteile auf. Nur 17 Prozent (2002: 16 Prozent) der Gesamtumsätze der Top 25 wurden 2003 mit ausländischen Kunden getätigt, häufig in Österreich, der Schweiz und in Osteuropa.