Auch Fahrtkosten spielen inzwischen eine Rolle

Umzug wegen des Jobs - nicht wegen der Liebe

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Zwei Drittel aller Deutschen würden eher wegen eines neuen Jobs umziehen als wegen der Liebe. Besonders mobil zeigen sich die kommenden Generationen. Das geht aus einer Studie von Emnid hervor.
Für die Liebe tun wir alles, aber nicht umziehen: Gründe für Mobilität im Überblick.
Für die Liebe tun wir alles, aber nicht umziehen: Gründe für Mobilität im Überblick.

Geht es um die KarriereKarriere, ist die sogenannte Generation Y nicht ortsgebunden. 83 Prozent der 14- bis 29-Jährigen erklärten in einer Umfrage des Marktforschers Emnid, sie würden aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln. Alles zu Karriere auf CIO.de

Werden die Antworten über alle Altersklassen hinweg gezählt, unterschreiben fast zwei Drittel (64 Prozent) diesen Satz. Allerdings sind es unter den über 60-Jährigen nur noch 44 Prozent. Zum Vergleich: Für die große Liebe würden nur 47 Prozent aller Deutschen umziehen.

Weitere 50 Prozent würden den Wohnort wechseln, um Fahrtkosten zu sparen. Dazu erklärt Rüdiger Grimmert von der Bausparkasse BHW, die die Studie in Auftrag gegeben hat: "Steigende Benzinpreise und großer Zeitaufwand bringen immer mehr Pendler dazu, ihren Wohnsitz in die Stadt nahe des Arbeitsplatzes zu verlagern."

Dass die Bereitschaft, umzuziehen, mit dem Alter nachlässt, mag mit Lebenserfahrung zu tun haben. Schließlich versuchen Entscheider zunehmend, neben der Firma auch der Familie gerecht zu werden. Gerade junge Frauen denken überhaupt nicht mehr daran, zurückzustecken. Konflikte um berufliche Mobilität einerseits und den Wunsch nach einem glücklichen Privatleben andererseits dürften programmiert sein.