Working Capital Management

Unnötige Bindung von Finanzmitteln vermeiden

19. Juli 2010
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Die Bindung von liquiden Finanzmitteln kann Unternehmen vor massive Probleme stellen. Ein integriertes Working Capital Management kann die Finanzströme in Firmen optimieren und so den Unternehmenswert steigern.
Stephan Gros erhielt für seine Tätigkeit beim Pharmagroßhändler Anzag eine Auszeichnung des Trade Finance Magazine für den "Deal of the Year 2009".
Stephan Gros erhielt für seine Tätigkeit beim Pharmagroßhändler Anzag eine Auszeichnung des Trade Finance Magazine für den "Deal of the Year 2009".

Liquide Finanzmittel sind für Unternehmen das tägliche Brot. Damit sichern sie vom Materialeinkauf bis zur Auszahlung der Gehälter Tag für Tag das laufende Geschäft. Im Idealfall entspringt dabei einem bestimmten Einsatz von Kapital ein bestimmter Gewinn, was nichts anderes ist, als die so genannte Kapitalrendite. Wie gut das Verhältnis dieser beiden Faktoren zueinander ist, hängt auch vom Zusammenspiel zwischen Kosten- und Liquiditätsoptimierung ab.

Gelingt es Unternehmen nicht, Ein- und Ausgaben optimal zu managen, bindet es unnötig viele liquide Finanzmittel, was nicht nur das Alltagsgeschäft behindert, sondern auch in eine finanzielle Schieflage münden kann. Die Folgen einer solchen Entwicklung sind schlechte Finanzkennziffern und - damit verbunden - Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Krediten.

Gesamte Wertschöpfungskette betrachten

Ein integriertes ganzheitliches Working Capital Management kann die Finanzströme in Unternehmen so strukturieren, dass die Bindung von Betriebskapital langfristig deutlich zurück geht. "Im Augenblick setzen viele Unternehmen bei den Zahlungsleistungen für ihre Lieferanten oder den Lieferkonditionen für ihre Kunden an, um ihre Liquiditätsprobleme in den Griff zu bekommen", beobachtet Stefan Gros, Geschäftsführer der Futurus GmbH. "Eine solche Vorgehensweise kann die Liquiditätsprobleme von Firmen aber nur kurzfristig abmildern. Eine langfristige Lösung erfordert die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens."