Disk-basierte Speicher im Einsatz

Unternehmen brauchen eine Hochverfügbarkeits-Strategie

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche - das Ideal einer ständig verfügbaren IT sieht in der Praxis oft anders aus. Dabei schwanken die Zeiten für die Wiederherstellung nach Ausfällen zwischen anderthalb und 20 Stunden. Wie das jeweilige Unternehmen abschneidet, liegt nicht nur an der Software, sondern auch an der Hochverfügbarkeits-Strategie, so die Analysten von Aberdeen in einer Studie.
Prioritäten bei den kritischen Anwendungen
Prioritäten bei den kritischen Anwendungen

Die Treiber in Punkto Hochverfügbarkeit liegen auf der Hand: Es geht um das Verringern von Ausfallzeiten (80 Prozent), das Vermeiden finanzieller Risiken wegen Datenverlusts (75 Prozent) und die Notwendigkeit ständig einsatzbereiter Anwendungen (65 Prozent).

Dabei scheint den Unternehmen der reibungslose E-Mail-Verkehr besonders wichtig zu sein: 80 Prozent der Studienteilnehmer sehen E-Mails als kritische Daten an. 62 Prozent zählen transaktionale Datenbanken dazu, ein Drittel ERP-Daten.

Die Analysten haben sich die Diskrepanz zwischen Vision und Realität angesehen und sind auf erhebliche Unterschiede gestoßen. So geben Unternehmen, die wegen ihrer überdurchschnittlichen Performance als "Best in Class" eingestuft werden, die Dauer für die Wiederherstellung nach dem Ausfall kritischer Anwendungen mit 1,5 Stunden an. Durchschnittsfirmen nennen den Wert von vier Stunden und besonders langsame Firmen ("Trödler") sprechen von 20 Stunden.

Elf Prozent Steigerung pro Jahr

Die Klassenbesten nehmen noch dazu für sich in Anspruch, ihre Recover-Fähigkeiten Jahr für Jahr um elf Prozent zu steigern.