FUJITSU Cloud Service K5


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Interview mit Uwe Scheuber, Hybrid IT Lead Central Europe

Unternehmen erwarten mehr als kostengünstige Hardware-Ressourcen

11.04.2017
Immer mehr deutsche Unternehmen greifen auf Services aus der Public Cloud zurück, um ihrer IT-Landschaft zu mehr Agilität und Dynamik zu verhelfen. Dabei verlangen die Anwender heute weit mehr als Rechenkapazität und Speicher im IaaS-Modell.

Gefragt sind Cloud-Plattformen, die darüber hinaus Tools und Services für die Entwicklung, das Bereitstellen und Management nativer Cloud-Applikationen ermöglichen. Uwe Scheuber, Director Hybrid IT - Hybrid IT Lead Central Europe bei Fujitsu, erläutert in einem Interview wie "Platform as a Service" (PaaS) zum Gelingen der digitalen Transformation beiträgt und warum immer mehr Kunden danach verlangen.

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Fujitsu bietet seit Neuestem die Cloud Plattform FUJITSU Cloud Service K5 mit einer Vielzahl von Services an. Inwiefern geht das Angebot über temporär nutzbare Hardware-Ressourcen im IaaS-Modell hinaus?

Uwe Scheuber: Natürlich ist IaaS Bestandteil der K5-Plattform, aber das macht nur einen kleinen Teil des Angebots aus. Tatsächlich wissen wir aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden, dass sie unter dem Druck des digitalen Wandels viel weitreichendere Anforderungen an die Public-Cloud-Plattformen haben, als temporär nutzbare Rechenpower und Speicherkapazität.

Aber IaaS gilt doch seit Beginn des Cloud Computing als Erfolgsmodell. Ist das heute nicht mehr gefragt?

Uwe Scheuber: Doch, sicher. Aber eigentlich ist IaaS ja nichts anderes als eine lineare Erweiterung der traditionellen On-premise-IT in die Cloud. Das reicht heute nicht mehr aus. Selbst wenn man eine lokal entwickelte Applikation per lift & shift in die Cloud bringt, hat man damit noch keine Cloud-Funktionalität gewonnen. Die Unternehmen müssen neben ihren historisch gewachsenen IT-Landschaften neue, agilere und flexiblere IT-Infrastrukturen aufbauen, um digitale Applikationen und Geschäftsmodelle schneller umsetzen zu können - sehr viel schneller, als das mit den traditionellen IT-Architekturen möglich ist.

Und dabei hilft die Public Cloud, präziser: das PaaS-Modell?

Uwe Scheuber: Ja, genau darum geht es bei PaaS. Wir stellen auf unserer Cloud Plattform K5 eine breite Palette an Services bereit, mit der Anwender native Cloud-Applikationen entwickeln und betreiben können. Dazu gehören neben zentralen Funktionen wie API-Management und Plattform-Services für Authentifizierung, Kunden- und Vertragsverwaltung, oder Billing, eine Entwicklungsplattform, die alle gängigen Programmiersprachen unterstützt, bis hin zu vorgefertigten Service-Paketen für zentrale Digitalisierungstechnologien wie Big Data, dem Internet of Things, Mobility, Business Analytics und künstliche Intelligence.

Die Gesamtheit dieser unterschiedlichen Services werden heute von Analysten und IT-Fachleuten unter dem Begriff PaaS - Platform as a Service - zusammengefasst. Dabei ist PaaS nicht PaaS - die Angebote der verschiedenen Anbieter sind hier sehr unterschiedlich ausgeprägt. Sie reichen von einigen Tools und Funktionen bis hin zu kompletten Entwicklungs- und Laufzeitumgebungen. Ziel unserer K5-Plattform ist es, unseren Kunden ein umfassendes Service-Portfolio zur Verfügung zu stellen, das alle Anforderungen der Digitalisierung abdeckt.

Sehen Sie Cloud-Plattformen als Alternative zur lokalen IT? - Soll sie die Rechenzentren der Anwender ersetzen?

Uwe Scheuber: Nein, wir gehen bei unseren Kunden von einem hybriden Modell aus. Die Anwender werden auf absehbare Zeit - aus guten Gründen - ihre geschäftskritischen Kernapplikationen weiter On-premise betreiben. Wohl mehr als 90 Prozent unserer Kunden haben eigene Rechenzentren und werden diese auch in Zukunft in Summe nicht komplett aufgeben. Aber sie wissen, dass sie daneben agilere IT-Infrastrukturen entweder selbst aufbauen, oder auf entsprechende Cloud-Services zurückgreifen müssen. Bei Fujitsu sprechen wir hier von "Fast IT". Nach ziemlich einhelliger Analysten-Einschätzung, ist die Public Cloud hier der Weg der Wahl. Das zeigen auch die stark zunehmenden Zahlen der Public Cloud Nutzer, wobei die zunehmende Beliebtheit auch in der ständig steigenden Leistungsfähigkeit der Public-Cloud-Angebot begründet ist. Denn mit PaaS erhalten die Anwender ein immer umfassenderes Service-Angebot, das ihnen den Einstieg in die Fast-Welt vereinfacht.

Uwe Scheuber, Director Hybrid IT für EMEA bei Fujitsu
Uwe Scheuber, Director Hybrid IT für EMEA bei Fujitsu
Foto: Fujitsu Deutschland

Entstehen dann nicht zwei Welten - traditionelle und Fast-IT - die koexistieren?

Uwe Scheuber: Eben das gilt es zu vermeiden. Es kommt deshalb darauf an, dass Workloads und Daten nahtlos zwischen diesen Welten verschoben werden können. Wir schaffen dafür die Basis, indem wir konsequent auf Open-Source-Technologien setzen. Unsere K5-Plattform basiert auf OpenStack, als Entwicklungsumgebung bieten wir Cloud Foundry an. Beide Umgebungen sind weit verbreitet und Quasi-Standards für Cloud-Architekturen. Damit können alle Applikationen jederzeit auf andere Umgebungen portiert werden - in die Private Cloud oder auch zu jedem anderen Cloud-Anbieter, der OpenStack unterstützt. Das sichert nicht nur die Portierbarkeit zwischen lokaler IT und unserer Public Cloud, sondern schützt die Kunden auch vor einem Vendor-Lock-in. Ein Kunde hat mich einmal nach unserer Exit-Strategie gefragt. Antwort: Wir haben keine, weil wir keine brauchen. Alle Applikationen sind ohne großen Aufwand in jede OpenStack-Umgebung portierbar.

An welche Unternehmen wenden Sie sich mit ihrem Cloud-Angebot?

Uwe Scheuber: Wir adressieren damit in erster Linie Enterprise Kunden, die historisch gewachsene IT-Infrastrukturen haben und den Einstieg in die Fast-Welt suchen. Dabei sehen wir uns vor allem ihre lokale IT-Infrastruktur an, die sie heute haben und auch morgen noch teilweise nutzen werden. Es geht darum, die vorhandene IT-Landschaft einzubeziehen und die Lücke zwischen beiden Welten zu schließen. Und natürlich auch darum, die hybride IT-Landschaft einheitlich zu verwalten. Wir haben eigens dafür eine SaaS Lösung für das Management hybrider Umgebungen (FCSM - Fujitsu Cloud Service Management) entwickelt, mit der traditionelle Umgebungen, Services aus der Private Cloud und aus Public Clouds, auch von verschiedenen Anbietern, ganzheitlich unter einer Oberfläche administriert werden können.

Bei der Vielzahl der Cloud-Anbieter am Markt - was zeichnet Fujitsu aus?

Uwe Scheuber: Aus unserer Unternehmensgeschichte heraus, sind wir als RZ-Ausstatter seit langem sowohl im Infrastrukturgeschäft als auch im IT-Dienstleistungssegment vertreten. Cloud-Services bieten wir schon seit 2009 an. Die Entwicklung unserer K5-Plattform wurde auch mit den Erkenntnissen vorangetrieben, die wir aus der Migration unserer eigenen Applikationslandschaft in die Cloud-Umgebung gewonnen haben. Sie ist nach den tatsächlichen Anforderungen eines international agierenden Unternehmens entwickelt worden und praxiserprobt. Zudem steuern wir eigene Kapazitäten für die Weiterentwicklung von OpenStack und Cloud Foundry bei. Wir gehören zu den aktiven Unterstützern der Open-Source-Community und verfügen deshalb auch auf dieser Seite über eine ausgewiesene Kompetenz.

Es gibt immer wieder Vorbehalte gegen die Public Cloud, aus Sicherheits- und Datenschutzerwägungen. Was entgegnen Sie den Skeptikern?

Uwe Scheuber: Unsere Rechenzentren sind nach allen gängigen Sicherheitsstandards zertifiziert, werden von ausgewiesenen Sicherheitsexperten konfiguriert und administriert und regelmäßigen Audits unterzogen. Das Maß an RZ-Sicherheit, das wir unseren Kunden bieten, können nur die wenigsten Unternehmen selbst erreichen. Und natürlich kennen wir auch die Bedenken im Hinblick auf den Datenschutz. Wir bieten unseren Kunden deshalb RZ-Standorte in Deutschland und nach deutschen Datenschutzrichtlinien an.

Wir haben für K5 gerade zwei neue Verfügbarkeitszonen (Availability zones) in Frankfurt am Main in Betrieb genommen. Aber wir betreiben Verfügbarkeitszonen überall in der Welt, etwa in UK, Finnland, Spanien, USA und Japan. Weil die K5-Services weltweit einheitlich implementiert sind, können unsere Kunden sehr einfach Applikationen global ausrollen. Aber dafür muss der Anwender selbst die Initiative ergreifen; wir garantieren ihm, dass wir seine Daten nicht an andere RZ-Standorte übertragen, wenn er das nicht ausdrücklich verlangt.

So wie Sie es schildern, klingt es, als ob Unternehmen auf Services aus der Public Cloud zukünftig nicht mehr verzichten können, wenn sie den Anschluss nicht verpassen wollen?

Uwe Scheuber: Nein, die Public Cloud ist kein Muss. Allerdings werden Unternehmen nicht umhinkommen, neben der traditionellen IT agile und dynamische Infrastrukturen aufzubauen, wenn sie erfolgreich die digitale Transformation in Angriff nehmen wollen. Und hier drängt sich nach Einschätzung der meisten Analysten, Marktbeobachter und IT-Fachleuten die Public Cloud - und speziell PaaS - geradezu auf, sowohl im Hinblick auf Innovationsgeschwindigkeit als auch unter dem Kostenaspekt. Denn die meisten Unternehmen haben weder das Personal, noch die Expertise, um in kurzer Zeit eine vergleichbar leistungsstarke, eigene agile Infrastruktur aufzustellen - abgesehen von den erheblichen Investitionen, die dafür nötig wären.

Hier spielt PaaS seine Vorteile aus, weil Anwenderunternehmen Zugriff auf eine vorgefertigte, praxiserprobte Entwicklungs- und Laufzeitumgebung sowie alle Technologien erhalten, die sie für die digitale Transformation brauchen - sofort verfügbar und mit transparenten Abrechnungsmodell. Richtig eingesetzt und intelligent gemanagt, wird die Public Cloud Plattform durch PaaS nicht nur zum Enabler für neue digitale Applikationen und Geschäftsmodelle, sondern zum zentralen Innovationsmotor für die gesamte IT-Landschaft.

Die Vorteile von Fujitsu K5 PaaS in der Übersicht

Anwendungen sind eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg von Unternehmen und mit der Cloud wird ihre Nutzung wesentlich effizienter und kostengünstiger.

  • Geschwindigkeit: Sie können Anwendungen sehr schnell entwickeln und implementieren. Sie sind in der Lage, genau das zu liefern, was Ihre Kunden, Partner und Mitarbeiter benötigen, ohne dadurch die Zuverlässigkeit oder Stabilität Ihrer Backend-Systeme zu gefährden.

  • Flexibilität: Die Open Source-Basis des FUJITSU Cloud Service K5 ermöglicht eine umfassende Flexibilität. So lassen sich unterschiedliche Systeme und Daten auf einer Plattform integrieren, um die Effizienz zu steigern.

  • Kosteneinsparungen: Der FUJITSU Cloud Service K5 vereinfacht die Modernisierung, verbessert die Interoperabilität und fördert die Einführung von Innovationen. So können Kunden neue digitale Services schneller und einfacher entwickeln und implementieren als mit anderen Konzepten. Legacy-Systeme lassen sich damit problemlos in innovative Enterprise Cloud-Lösungen einbinden, um die weitere Verwendung Ihrer bisherigen IT-Investitionen zu sichern.

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