Sparen allein bringt keinen Erfolg

Unternehmen fehlt Outsourcing-Strategie

24. November 2005
Von Tanja Wolff
Strategische Unternehmensziele spielen beim Outsourcing häufig keine Rolle. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney gestalten Firmen ihre Auslagerungs-Projekte vorwiegend nach Kostengesichtspunkten.

Der Befragung zufolge haben alle Unternehmen zumindest eine Aktivität der Bereiche Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Marketing, Versorgung, Fertigung und Distribution ausgelagert. Mehr als die Hälfte der Unternehmen gab an, sogar mehr Aktivitäten an externe Dienstleister übergeben zu haben.

IT an erster Stelle

Führend ist mit 36 Prozent die Informationstechnologie. Dicht gefolgt von Distribution und Auslagerung (32 Prozent), juristische und behördliche Angelegenheiten sowie Fertigung und Betrieb.

86 Prozent vergeben weniger als 25 Prozent ihrer Aktivitäten an Outsourcing-Anbieter, so die Studie. Der durchschnittliche Grad der Auslagerungen aller 14 untersuchten Aktivitäten liegt bei 15,8 Prozent. Auch bei der IT, dem Bereich mit der höchsten Rate, haben nur 14 Prozent mehr als ein Viertel ihrer Aktivitäten ausgelagert. Das Ergebnis zeigt, dass den Unternehmen eine strategische Planung fehlt, vor allem bei der Erreichung von Wachstumszielen.

Ertragssteigerungen sind unwichtig

Die Reduzierung von Kosten und Investitionen sind die Hauptgründe für Outsourcing.
Die Reduzierung von Kosten und Investitionen sind die Hauptgründe für Outsourcing.

Mehr als 80 Prozent der weltweit befragten Firmen lagern Betreibsteile aus, um Kosten und Investitionen zu reduzieren. Außerdem wollen sie sich stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren. Für weniger als die Hälfte stehen Maßnahmen zur Ertragssteigerung wie beispielsweise Speed-to-Market, Qualitätssteigerung oder verkürzte Reaktionszeiten im Vordergrund der Maßnahme.

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