IT-Budgets steigen weiter an

Unternehmen geben Geld immer öfter intern aus

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die IT-Budgets steigen weiter an - doch die externen Anbieter haben nicht viel davon. Immer öfter ist es Politik der Unternehmen, Geld zunächst für die IT-Teams im eigenen Haus auszugeben. Das geht aus der halbjährlichen Budget-Übersicht von Datamonitor hervor.
Immer mehr Geld bleibt im eigenen Haus.
Immer mehr Geld bleibt im eigenen Haus.

In den meisten der Firmen aus den Vereinigten Staaten, Europa und Australien ist das IT-Budget im ersten Halbjahr 2007 gestiegen – und ein großer Teil erwartet, dass sich dieser Trend auch 2008 fortsetzt.

Nach Einschätzung von Datamonitor-Analystin Aphrodite Brinsmead müssen sich externe Anbieter allerdings sehr anstrengen, um vom größeren Kuchen eine sättigende Portion für sich zu ergattern. „Die Anbieter müssen hart daran arbeiten, ihr Geschäft zu sichern, und bestimmte Verticals und Regionen ins Visier nehmen, in denen Wirtschaft und IT stark sind.“

Die Firmen investieren nämlich mehr als ein Drittel ihrer IT-Ausgaben in interne Entwicklung und Wartung. „Diese Methode wenden die Firmen oft an, um Kosten zu senken. Und weil Entwicklungen dort schneller ausgeführt werden können“, so Brinsmead. „Schließlich ist diese Abteilung vor Ort und kennt die Geschäftsinteressen besser als Externe.“

Diese Investitions-Neigung ist allerdings in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausgeprägt. Musterbeispiele dafür sind die Benelux-Staaten und Australien. Italienische Unternehmen hingegen tendieren dazu, möglichst umfassend auszulagern und den Druck auf ihre internen Teams zu reduzieren.

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