Kluft zwischen Wunsch und Realität

Unternehmen hinken der IT-Compliance hinterher

29. Februar 2008
Von Alexander Galdy
Deutsche Unternehmen und ihre Probleme mit der IT-Compliance: Die wenigsten Firmen sind in der Lage, auf Knopfdruck in einem Report die IT-Rechte aller internen und externen Mitarbeiter darzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Software-Herstellers Völcker Informatik.

Befragt wurden Fach- und Führungskräfte über ihre Einschätzung zum Identity-Management. Dabei sagten 17 Prozent, dass kein einziges Unternehmen zu einer solchen Darstellung fähig sei. 30 Prozent meinten, dass das bei weniger als zehn Prozent der Firmen der Fall sei. Weitere 33 Prozent gehen davon aus, dass es zwischen zehn und 25 Prozent schaffen.

Die Studie spricht im Hinblick auf die gestiegenen Anforderungen an die IT-Compliance und die verschärften Haftungsregelungen bei Verstößen von einer erschreckenden Bilanz. Denn Transparenz bei Unternehmens-Prozessen und Berechtigung einzelner Mitarbeiter sei das notwendige Fundament für ComplianceCompliance. Alles zu Compliance auf CIO.de

Bei Verstößen gegen die Einhaltung von Sorgfaltspflichten, die sich vor allem aus dem GmbH- und Aktiengesetz ergeben, können mittlerweile massive Regress-Forderungen entstehen. Das belegen einige Gerichtsurteile aus dem vergangenen Jahr, in denen Unternehmenslenker schlecht weggekommen sind.

Die Teilnehmer an der Umfrage wurden deshalb gefragt, wie sie zu der Entwicklung stehen, dass Vorstände und Geschäftsführer bei Verstößen gegen die IT-Compliance jetzt verstärkt in die Haftung genommen werden. Die meisten der Befragten begrüßen diesen eingeschlagenen Weg.

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