IT-Budgets 2010

Unternehmen stecken wieder mehr Geld in IT

23. Dezember 2009
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die IT-Budgets steigen wieder – zumindest in 41 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zu diesem Ergebnis kommen jedenfalls die Berater von Capgemini in einer aktuellen Umfrage.

Mit einer guten Nachricht macht Capgemini dieses Mal auf seine jährliche IT-Trends-Studie aufmerksam. Diese erscheint zwar erst im Februar 2010, aber das wohl wesentlichste Ergebnis machten die Berater schon jetzt bekannt: Steigende IT-Budgets sind nicht mehr die Ausnahme, sondern wieder die Regel. Schon für das kommende Jahr, aber auch darüber hinaus.

Die CIOs haben also Grund zur Freude, und zwar nachhaltig: Im kommenden Jahr gehen 41 Prozent davon aus, über mehr Geld als 2009 zu verfügen. Für 2011 rechnen 45 Prozent mit einem steigenden Budget, für 2012 sogar 47 Prozent.

28 Prozent der IT-Chefs haben gleich bleibende Ausgaben budgetiert. Weniger Geld erhalten 2010 nur noch 27 Prozent. Dazu prophezeit Capgemini allerdings eine bemerkenswerte Entwicklung. In zwei und drei Jahren liegt der Anteil der Firmen mit sinkenden IT-Budgets nämlich bei jeweils 30 Prozent und damit höher als im folgenden Jahr. Es zeichnet sich also eine immer schärfere Polarisierung zwischen Gewinnern und Verlierern ab, während der Anteil stabiler Budgets schwindet.

"Nachdem die IT im Laufe dieses Jahres zunächst teilweise harte Budgetschnitte erleiden musste, beginnen nun viele IT-Verantwortliche mit dem Umbau ihrer Abteilungen", sagt Peter Lempp, Deutschland-Geschäftsführer von Capgemini und einer der Autoren der Studie. Die Unternehmen seien derzeit dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

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