Business Process Management unterentwickelt

Unternehmen wickeln Prozesse immer noch manuell ab

17. Februar 2009
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Viele Unternehmen führen Geschäftsabläufe noch manuell auf Basis nicht-integrierter Anwendungen durch. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung. Eine durchgängige und integrierte Strategie beim Business Process Management (BPM) - von der Analyse und Design bis zu Modellierung und Weiterentwicklung - ist gefragt.

Unternehmen müssen ihre Geschäftsprozesse rasch der jeweiligen Wettbewerbssituation oder einem veränderten Lieferumfeld anpassen. Zwar sind diese Anforderungen nicht neu, doch beim Design sowie der Implementierung und Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen haben viele Unternehmen jedoch Defizite. Zu diesem Schluss kommt die vom Forschungs- und Analyse-Unternehmen Freeform Dynamics im Auftrag von IBM durchgeführte Untersuchung "BPM: lessons from the real world".

So gaben 28 Prozent zu, dass sie im Bereich Business Process Management (BPM) sehr schwach aufgestellt sind. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten räumte ein, ihr BPM noch signifikant verbessern zu können. Dagegen halten nur 15 Prozent der Firmen ihr Prozess-Management für sehr effektiv.

Kopfschmerzen bei IT-Verantwortlichen

69 Prozent der Befragten gaben an, dass einzelne Geschäftsprozesse abteilungsübergreifend sind. Häufig muss dann im Rahmen von Projekten zur Geschäftsprozess-Optimierung das erforderliche Wissen zeitaufwändig aus Fachabteilungen zusammengeführt und an die IT-Organisation übermittelt werden. Das verursacht bei vielen IT-Verantwortlichen erhebliche Kopfschmerzen.

Hinzu kommt, dass rund die Hälfte der befragten Unternehmen Geschäftsabläufe noch weitgehend manuell abwickeln. Einzelne Prozessschritte werden in unterschiedlichen und nicht-integrierten Anwendungen durchgeführt. Sind Anpassungen im Prozessablauf erforderlich, muss jede Anwendung zeit- und kostenintensiv einzeln angepasst werden.

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