Microsoft vs. SAP SEM und Co.

Unzufrieden mit Planungssoftware

27. Oktober 2011
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Excel, Powerpoint und Access von Microsoft sind die häufigsten Tools zur strategischen Planung – zufriedener sind laut BARC aber Nutzer von Spezial-Software.
Fast jedes Unternehmen plant auch strategisch. Die meisten sind mit den Ergebnissen aber eher unzufrieden.
Fast jedes Unternehmen plant auch strategisch. Die meisten sind mit den Ergebnissen aber eher unzufrieden.
Foto: Andres Rodriguez - Fotolia.com

Strategisch geplant wird in fast allen deutschen Unternehmen, hat das Würzburger "Business Application Research Center" (BARC) in einer Umfrage herausgefunden. Zufrieden mit den Planungen sind aber nur wenige. Dabei könnten die Ergebnisse besser sein, wenn sich die Firmen durch spezielle Tools helfen lassen würden.

In Zeiten wie diesen drei bis fünf Jahre in die Zukunft zu blicken, ist schwierig. Wer etwa 2006, also vor fünf Jahren, in dieses Jahr geschaut hätte, würde wohl kaum zum Beispiel die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise vorhergesehen haben, die wir heute in der Rückschau als großes Ereignis würdigen würden. Dennoch ist für Unternehmen eine strategische Planung wichtig, die sich über einen Zeitraum eben dieser drei bis fünf Jahre erstreckt. Diese Planung dient allerdings weniger der Vorhersage kommender Ereignisse als der Definition und dem Verfolgen längerfristiger Ziele. Weichen diese Ziele signifikant von den Gegebenheiten ab, gibt es die operative (bis zu einem Jahr) und die taktische Planung (zwei bis fünf Jahre), um die Geschäftsziele an die tatsächlichen Bedingungen anzupassen.

Wer mit IT-Unterstützung plant, fährt im Schnitt besser. Die Lieblingswerkzeuge kommen aber meistens aus dem Office-Paket von Microsoft.
Wer mit IT-Unterstützung plant, fährt im Schnitt besser. Die Lieblingswerkzeuge kommen aber meistens aus dem Office-Paket von Microsoft.
Foto: BARC

Ausgelöst durch die bereits erwähnte Wirtschafts- und Finanzkrise 2007/2008, heißt es in dem BARC-Report, sei die operative, taktische und strategische Planung wieder in den Interessensfokus von Unternehmen gerückt. "Es ist sehr deutlich geworden, wie wichtig Transparenz über das Geschehen im Unternehmen und seinem Umfeld sowie flexible Planungs- und Prognoserechnungen mit Szenarienbildung und Simulationsmöglichkeiten für die Zukunft sind."

Allerdings bewerten die Planer Office-Tools schlechter, als die Spezialwerkzeuge.
Allerdings bewerten die Planer Office-Tools schlechter, als die Spezialwerkzeuge.
Foto: BARC

Aber was ist Strategische Planung überhaupt? Auch darüber geben die Autoren des Reports "Strategische Planung heute", BARC-Geschäftsführer Carsten Bange und Melanie Mack, Head of Market Research, Auskunft: "Die strategische Planung basiert auf einer Analyse des Unternehmens und seines Umfeldes. Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens und der Konkurrenz werden mit Informationen und Annahmen zur Unternehmens- und Marktentwicklung verbunden, um wichtige Veränderungen zu erkennen und ihre Auswirkungen einzuschätzen. Darauf aufbauend wird eine geeignete Strategie gewählt, die den künftigen Erfolg des Unternehmens erhalten und ausbauen soll."