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9 Absagegründe

Unzuverlässigkeit ist das Aus für Freiberufler

Christiane Pütter ist Journalistin aus München.

Diese Ergebnisse passen zu einer Einschätzung des Personalvermittlers Page Contracting. Director Gerd Schorn sagte bereits Ende vorigen Jahres, die Zuverlässigkeit der Freiberufler lasse nach. Ihm falle auf, dass Freie mündliche Zusagen machten und diese dann nicht einhielten. Irgendwann werde der Markt aber wieder schlechter - Freelancer sollten also ihren guten Namen nicht beschädigen.

Bedeutung der Stundensätze

Weitere Punkte in der Gulp-Umfrage beziehen sich auf das Geld und andere Angebote des Freien. Jeder dritte Entscheider würde keinen externen Partner mehr beauftragen, der während des laufenden Projektes den Stundensatz erhöhen will. IT-Freie sind auch dann aus dem Rennen, wenn sie beim Stundensatz keinerlei Verhandlungsbereitschaft zeigen - allerdings sind Projektanbieter in dieser Frage weit weniger empfindlich als die Einkäufer in den Unternehmen.

Kein Problem dagegen ist die gute Auftragslage der Freien, wenn offen darüber gesprochen wird. Sagt der Freelancer während der Verhandlungen ehrlich, dass er andere Angebote hat und sich für das Beste entscheiden wird, nehmen ihm das lediglich fünf Prozent der Befragten krumm.

Auch das Menschliche muss stimmen

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Der Faktor Mensch darf nicht unterschätzt werden. Etwa vier von zehn Entscheidern (39 Prozent) beenden die Zusammenarbeit, wenn der Externe mit den internen Kollegen nicht auskommt.

Fazit aus Sicht von Gulp: Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit helfen selbstständigen IT-Spezialisten, sich langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Das gilt aber für die andere Seite genauso - auch Projektanbieter und Unternehmen müssen sich an die Regeln halten.

Page Contracting spricht im Rückblick auf 2011 von einem Boomjahr für IT-Freie. Auch 2012 dürfte ein erfolgreiches Jahr werden, insbesondere auf den Feldern SAPSAP und Java. Alles zu SAP auf CIO.de

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