Personen-Ortung

US-Behörde sammelt Handy-Daten mit Antennen auf Flugzeugen

16. November 2014
Das US-Justizministerium erfasst laut einem Zeitungsbericht mit Hilfe fingierter Mobilfunkantennen auf Spezialflugzeugen die Daten und Aufenthaltsorte Zehntausender Handy-Nutzer.

Ziel sei es, Verdächtige ausfindig zu machen, aber zunächst würden auch Informationen vieler unbeteiligter in das System hineingesogen, berichtete das "Wall Street Journal". Die Handys verbinden sich demnach mit den Antennen, weil sie grundsätzlich darauf getrimmt sind, den Mobilfunkmast mit dem stärksten Signal anzusteuern. Dabei werden auch Daten übermittelt, mit denen sich ein Mobiltelefon eindeutig identifizieren lässt, etwa zu Abrechnungszwecken.

Dem Bericht zufolge pickt das System die Handys Verdächtiger aus dem Datenstrom heraus und verwirft die restlichen Informationen. Bei Personen, für die sich die Behörden interessieren, lasse sich der Aufenthaltsort bis auf etwa drei Meter genau feststellen, hieß es unter Berufung auf Insider.

Die Kleinflugzeuge mit den Antennen würden regelmäßig von mindestens fünf Flugplätzen im Umfeld von US-Großstädten eingesetzt, schrieb das "Wall Street Journal". Offiziell wolle das Justizministerium die Existenz des Systems weder bestätigen noch dementieren. (dpa/rs)

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