Umfrage

US-Firmenchefs setzen bei Investitionen auf Deutschland

21. Oktober 2014
Einer Umfrage zufolge halten US-Unternehmen Investitionen in Deutschland für attraktiv. Zuletzt ging es aber in die umgekehrte Richtung - in diesem Jahr bauten vor allem deutsche Unternehmen ihre Präsenz in den USA aus.

Deutschland ist ein begehrtes Investitionsziel für US-Unternehmen. Nur in China und Großbritannien werden die Chancen höher eingeschätzt, so das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Beratungsfirma Development Counsellors International unter 356 Spitzenmanagern. Zuletzt investierten aber vor allem deutsche Firmen in Amerika.

Insgesamt 30 Prozent der Teilnehmer bewerten China als attraktivstes Land für Investitionen in den nächsten drei Jahren. Dahinter folgen Großbritannien mit 22 und Deutschland mit 20 Prozent. Die großen Schwellenländer Indien und Brasilien rangieren auf den Plätzen vier und fünf. Nach Regionen schnitt der Asien-Pazifik-Raum vor Westeuropa und Lateinamerika mit einigem Vorsprung am besten ab.

Tatsächlich waren es in diesem Jahr bislang vor allem deutsche Unternehmen, die in den USA investierten. Der Pharma-Konzern Merck KGaA übernimmt für 13 Milliarden Euro den Laborausrüster Sigma-Aldrich. ZF Friedrichshafen verleibt sich den US-Konkurrenten TRW für 9,5 Milliarden Euro ein.

SAP wagte sich mit 6,5 Milliarden Euro an den größten Zukauf der Firmengeschichte, den US-Softwareanbieter Concur. Siemens legte für den Energiespezialisten Dresser-Rand umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro auf den Tisch. Infineon gab fast 2,3 Milliarden Euro für den Halbleiterhersteller International Rectifier aus. (dpa/rs)

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