Americans do it better

US-Unternehmen setzen IT effizienter ein

17. Oktober 2005
Von Ingo Butters
Investitionen in die IT zahlen sich für US-Unternehmen besser aus als für britische Firmen. Wissenschaftler der London School of Economics haben herausgefunden, dass amerikanische Firmen durch höhere IT-Ausgaben ihre Produktivität stärker steigern als britische. Über das Erfolgsrezept können die Wissenschaftler allerdings nur mutmaßen.

Den Berechnungen zufolge erhöhten US-Unternehmen mit einer Verdoppelung ihrer Hardware-Ausgaben die Produktivität um 5,2 Prozent. Britische Firmen erreichen bei einer Budgeterhöhung in gleicher Höhe nur ein Produktivitätsplus von 4,1 Prozent.

In weniger IT-intensiven Branchen wie der herstellenden IndustrieIndustrie, fällt der Unterschied noch deutlicher aus: So arbeitet eine britische Fabrik um zwei Prozent produktiver, wenn die IT-Ausgaben verdoppelt werden. In der Fabrik eines US-Konzerns steigt dagegen die Produktivität um fünf Prozent – bei gleicher Erhöhung der IT-Ausgaben. Top-Firmen der Branche Industrie

US-Firmen setzen stärker auf IT

Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass US-Unternehmen insgesamt stärker auf IT setzen als Firmen aus Großbritannien oder anderen Staaten. Deutlich wird dies im Fall von Firmenübernahmen: Im ersten Jahr nach einer Übernahme sinken die IT-Ausgaben in den aufgekauften Firmen – unabhängig davon, aus welchem Land das neue Eigentümerunternehmen stammt.

Nach der Restrukturierungsphase steigerten die US-Unternehmen die IT-Budgets der neuen Töchter allerdings deutlich. Wurden die Betriebe dagegen von Unternehmen aus anderen Staaten aufgekauft, veränderten sich die Investitionen kaum. Insgesamt arbeiten US-Unternehmen um 8,5 Prozent produktiver als britische Firmen – auch, weil sie aus IT-Investitionen einen höheren Mehrwert schöpfen.