Spam-Versender passen sich Gesetzgebung an

USA auch beim Spam-Versand die Nummer 1

05. Mai 2004
Von Thomas Zeller
Mehr als die Hälfte der weltweit versendeten Spam-Mails kommen aus den USA. Allerdings verweisen rund 70 Prozent der Nachrichten auf Internet-Adressen, die in China gehostet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Software-Unternehmens Commtouch.

Knapp 22 Prozent der gefundenen Links sind dagegen in den USA beheimatet. An dritter Stelle folgt Brasilien mit 2,3 Prozent. 0,03 Prozent der URLs verweisen auf Internet-Seiten in Deutschland, das damit auf Platz 9 der "Top Ten" steht.

Verschickt wird aber der größte Teil der Werbemails aus den USA. Etwa 60,5 Prozent des Spam-Aufkommens stammt von dort. Da jedoch viele der darin beworbenen Seiten in China gehostet werden, sei es schwierig, mit den US-Anti-Spam-Gesetzen gegen die Spammer vorzugehen, so Commtouch. Damit zeige sich deutlich, dass es sich bei dem Werbe-Müll um ein globales Problem handelt.

Die Software-Firma machte bei der Auswertung der IP-Adressen der Spamversender die Beobachtung, dass zunehmend mehr Spam-Nachrichten mit den amerikanischen Anti-Spam-Gesetzen konform sind. Rund fünf Prozent sind rechtlich nicht zu beanstanden, im März 2004 waren es noch drei Prozent. In den USA ist seit Jahresbeginn ein als CAN-Spam bekanntes Gesetz in Kraft, das die Verbreitung von E-Mails mit pornografischen Inhalten und Werbung verfolgt, sofern die Empfänger nicht ausdrücklich der Zusendung solcher Nachrichten zugestimmt haben.

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