"War for Talents" fordert "ERPisation" des Human-Ressources-Managements

Verborgenen Personalkosten auf der Spur

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Für das Managen von Human Ressources entwickeln sich IT-Lösungen, die mit Enterprise-Ressource-Planning-Systemen vergleichbar sind. Dadurch sollen unentdeckte Kosten, die zum Beispiel aus dem Einsatz der richtigen Mitarbeiter am falschen Ort resultieren, sichtbar werden. Das prognostiziert der Marktforscher Aberdeen in einer Expertise.

Abfindungen oder Bonus-Zahlungen an Mitarbeiter sind in den meisten Unternehmen auf den ersten Klick ersichtlich. Anders sieht es dagegen bei den verborgenen Kosten durch verfehlte Personalplanung aus: Da ist das Verkaufs-Ass mit den Stärken im Face-to-Face-Kontakt, das aber am Schreibtisch in der Marketing-Abteilung sitzt. Oder der Angestellte, der in einem früheren Job eine Fortbildung absolviert hat, die den jetzt bezahlten Kurs eines Kollegen überflüssig gemacht hätte. Oder die Mitarbeiter, die erst gekündigt und dann in einer ausgegliederten Tochtergesellschaft wieder eingestellt werden. Und andere Fälle mehr.

Aberdeen kritisiert, dass viele Firmen keine Struktur in die faktischen Fähigkeiten und Bewegungen ihrer Mitarbeiter bringen. An dieser Stelle, so die Prognose, setze künftig die IT an: Die Analysten sehen eine "ERPisation des Talent-Management" kommen.

Konkret geht es dabei um folgende Punkte:

  • Eine Datensammlung von Mitarbeiter-Kompetenzen, Gehalt, Performance-Werten und anderem,

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