Immer mehr Notebooks werden im Flughafen vergessen

Vergessliche Mitarbeiter

12. Mai 2006
Von Tanja Wolff
Im vergangenen Jahr haben Reisende mehr als 5.000 mobile Geräte auf den Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verloren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Lösungsanbieters Utimaco Safeware AG.

Die Untersuchung zeigt, dass besonders in Flughäfen mit einem großen Kurzstrecken-Angebot, das hauptsächlich von Geschäftsreisenden genutzt wird, täglich mehrere Dutzend mobile Geräte vergessen werden. An Hauptreisetagen bleiben sogar bis zu hundert Geräte liegen.

Laut den Fundbüro-Mitarbeitern vergessen viele ihre Notebooks, weil sie durch die extrem verschärften Sicherheitskontrollen abgelenkt werden. So kommt es, dass aus Zeitdruck oder wegen des großen Gedränges die mobilen Endgeräte nach der Kontrolle nicht wieder eingepackt werden.

Die Umfrage hat herausgefunden, dass sich die Besitzer bei durchschnittlich drei Viertel der mobilen Rechner und PDAs bereits innerhalb einer Woche nach Abgabe in der Sammelstelle melden. Außerdem durchsuchen die Fundbüromitarbeiter alle Gegenstände, um Hinweise auf den Halter zu bekommen. Beispielsweise nehmen sie bei einem eingeschalteten Handy Gespräche an, um den Anrufer zu befragen, wen er erreichen wollte. "Auf diese Weise finden wir oft Name und Adresse des Besitzers heraus und stellen das Gerät direkt zu ", sagt eine Angestellte des Fundbüros am Flughafen Hamburg.

Die Befragten gaben an, dass alle mobilen Geräte, deren Eigentümer nicht ermittelt werden können, nach einem bestimmten Zeitraum öffentlich versteigert werden. Falls dazu auch Datenträger gehören, wird die Festplatte ordnungsgemäß gesäubert.

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