Geschäftsrisiko Spam-Filter

Verlust wichtiger E-Mails kein Einzelfall

17. Juli 2007
Von Alexander Galdy
Es gehört schon fast zur Tagesordnung: Immer mehr E-Mails landen nicht beim Empfänger. Entweder werden sie wegen der Flut an elektronischen Nachrichten schlichtweg übersehen oder sie kommen erst gar nicht an, weil ein Spam-Filter sie aussortiert hat. So erging es schon mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen, wie eine Umfrage des E-Mail-Security-Anbieters Eleven zeigt.
Nicht nur Spam kosten Unternehmen viel Geld, auch vom Filter fälschlich aussortierte Mails können teuer werden.
Nicht nur Spam kosten Unternehmen viel Geld, auch vom Filter fälschlich aussortierte Mails können teuer werden.
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Fast die Hälfte der Befragten, zu denen vorwiegend IT-Fachkräfte gehörten, hatten auch schon das umgekehrte Problem: sie wollten eine Mail verschicken, die aber nicht ankam. Schuld war auch in diesem Fall ein Filter, der die Arbeit eigentlich erleichtern sollte.

Weitere 38 Prozent haben einen solchen Fall noch nicht bewusst erlebt, konnten ihn aber auch nicht definitiv ausschließen. Nur rund ein Fünftel ist sich sicher, dass noch nie eine von ihnen verschickte Nachricht versehentlich als Spam eingestuft wurde und deshalb geblockt wurde.

Das Problem der sogenannten False-Positives, also von Filtern fälschlich als Spam identifizierte E-Mails, ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch richtig teuer werden. Für die meisten IT-Experten sind sie deshalb neben der Belastung der IT-Infrastruktur der schädlichste Nebeneffekt der aktuellen Spam-Flut.

Schwere Entscheidung

Die IT-Verantwortlichen stecken in einem Dilemma: sie müssen sich sprichwörtlich zwischen Pest und Cholera entscheiden - entweder für mehr Spams oder für mehr wichtige Mails, die verloren gehen. Für 35 Prozent der Befragten ist eine niedrige False-Positive-Rate bei der Auswahl eines Antispam-Filters bereits das wichtigste Kriterium. Die restlichen 65 Prozent legen laut Eleven weiter mehr Wert auf eine hohe Spam-Erkennungsrate.

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