Vier Empfehlungen für den Transformationsprozess

Verluste einkalkulieren beim Unternehmenswandel

14. April 2009
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Eine Studie zum Transformationsmanagment rät Führungskräften zur Maxime "Handeln durch Wandeln". Sie empfiehlt Transformationsfähigkeit, Prozesseffizienz, Mitarbeitermobilisierung und die Einberechnung von Verlusten.

Die Wandlungsfähigkeit ihres Unternehmens sehen mehr als 70 Prozent der Fach- und Führungskräfte in Deutschland als einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Marktposition. Der Schlüssel zum Erfolg ist die Wirkung auf die Mitarbeiter. Knapp 57 Prozent der deutschen Manager haben die Erfahrung gemacht, dass fehlende Akzeptanz in der Belegschaft Änderungsvorhaben ausbremsen kann. Der "Faktor Mensch" ist die größte Herausforderung bei Transformationsprojekten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Transformationsmanagement" von Steria Mummert Consulting und dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. Transformationsmanagement definieren die Studienautoren wie folgt: "Dieses reicht von der Analyse von Zukunftsfaktoren und Änderungen in den Zielmärkten über die Einführung von Transformationsprozessen bis zum Change Management."

Viele Branchen stellen derzeit die Weichen neu. Die Studie hebt besonders die Bereiche Vertrieb und Kundenservice hervor. Häufig geschehe eine Veränderung nicht aus eigenem Antrieb, um sich etwa auf Kundenbedürfnisse einzustellen. Vielmehr geschehe sie aufgrund von starkem Handlungsdruck von innen oder außen, etwa durch Übernahmen, Regulierungen, finanzielle Engpässe oder das Auftreten neuer Wettbewerber.

Im Rahmen der Studie Transformationsmanagement sprechen die Autoren vier Empfehlungen für Manager aus. "Handeln durch Wandeln" lautet die Maxime eines Transformationsprozesses. Wandel sei letztlich eine Daueraufgabe für jedes Unternehmensmitglied, schreiben die Studienautoren.

Empfehlung 1: Transformationsfähigkeit

Die Führungskraft muss voll und ganz hinter dem Transformationsmanagement und den eingeleiteten Prozessen stehen. Man solle Veränderungen vorleben, empfehlen die Experten von Steria Mummert: "Als Entscheider gehört es zu Ihren zentralen Aufgaben, Wandlungsbereitschaft im Unternehmen zu erzeugen und Wandlungsprozesse anzuregen." Transformation - die strategische Neuerung des Unternehmens - sollte man nicht erst angehen, wenn äußere Umstände dazu zwingen.

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