Talent Management weitgehend ungenutzt

Verschenktes Mitarbeiter-Können

29. Januar 2009
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Viele Unternehmen weltweit machen erhebliche Fehler beim Talent Management. Sie agieren wenig strategisch, nicht konsequent und zu kurzfristig.

Firmen haben ihr Talent Management in den vergangenen Jahren verbessert. Aber immer noch gibt es massive Schwachstellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "The State of Talent Management 2008" des Personalberaters Hewitt Associates aus Wiesbaden und dem Washingtoner Human Capital Institut.

Zwar hat die große Mehrheit der Firmen Prozesse für Talent Management eingeführt, aber nur 15 Prozent wenden es konsequent an. Lediglich 17 Prozent der Befragten richten ihre Personalstrategie konsistent an der Unternehmensstrategie aus. Außerdem plant nur jedes zehnte Unternehmen seinen Bedarf an Talenten für die erste und zweite Führungsebene und kritische Positionen darunter für drei oder mehr Jahre im Voraus.

Zu den größten Herausforderungen für das Personal-Management zählen laut Studie das Anwerben und Binden von qualifizierten Mitarbeitern. Fast genauso wichtig ist für die Befragten, das Leistungsvermögen der Führungskräfte weiterzuentwickeln. Ebenfalls entscheidender Rolle ist es, den Pool an Nachwuchskräften zu vergrößern und Talente für Management-Aufgaben zu finden.

Trotz einiger Fortschritte mangelt es vielen Unternehmen an der Fähigkeit, Talent Management Programme effektiv und nachhaltig einzuführen. Eine der Ursachen ist die mangelhafte Verantwortung und fehlende Konsequenz der Führungskräfte bei diesem Thema.

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