E-Mails sichern

"Verschlüsseln ist wie Rührei machen"

05. August 2013
Von Christof Kerkmann
Kaum ein Internet-Nutzer verschlüsselt E-Mails. Die Ausrede lautet: zu schwierig. Dabei ist das kaum komplizierter als ein Rührei zum Frühstück. Hier erfahren Sie das Rezept zur Kryptografie - und was schiefgehen kann.

Fragt man Internet-Nutzer, warum sie ihre E-Mails nicht verschlüsseln, hört man meistens zwei Begründungen. Erstens: Es ist zu kompliziert. Zweitens: Die anderen machen es auch nicht.

Jürgen Fricke will beides nicht gelten lassen. "Wenn man es einmal gelernt hat, ist Verschlüsseln so einfach wie Rührei machen", sagt der Informatiker aus Köln. Wer die Eierspeise backen will, muss kein Meisterkoch sein, wer verschlüsseln will, kein Computerexperte. Und damit genügend Leute in der Lage sind, die E-Mails auch zu öffnen und zu beantworten, lädt er in seiner Firma Procube in Köln einmal im Monat zur Cryptoparty und zeigt, wie es geht.

Bislang traf sich ein kleiner Kreis. Doch seit immer mehr Details über das Bespitzelungsprogramm des US-Geheimdienstes bekannt werden, ist Jürgen Fricke zu einer Art Fernsehkoch geworden: RTL2 und das "Morgenmagazin" sind da, außerdem zwei Radiojournalisten und ein Schreiber. Cryptopartys stehen für die schwer greifbare Empörung über Prism und Tempora.

Aber wie geht es? Handelsblatt Online hat sich das Rezept verraten lassen - mit drei Zutaten und zwei warnenden Zusätzen.

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