Markt für Contract-Management-Tools legt in den nächsten zwei Jahren zu

Vertrags-Management reduziert Beschaffungskosten um ein Fünftel

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Unternehmen mit einem funktionierenden Vertrags-Management können in Punkto Beschaffungskosten bis zu 22 Prozent sparen. Noch sind sie allerdings die Ausnahme: Über 80 Prozent der Firmen haben ihr Contract-Management gar nicht oder nur teilweise automatisiert. Wie der Marktforscher Aberdeen meldet, wird sich das in den kommenden zwei Jahren ändern: 27 Prozent der Firmen wollen in Vertrags-Management-Lösungen investieren.
37 Prozent bearbeiten Beschaffugsverträge noch immer per Hand.
37 Prozent bearbeiten Beschaffugsverträge noch immer per Hand.

Regelwerke wie Sarbanes-Oaxley oder Basel II geben Richtlinien vor, Chief Financial Officers verlangen eine bessere Performance, durch die Globalisierung wird die Welt komplizierter und beim OutsourcingOutsourcing rächt es sich, wenn nicht alles genau definiert wurde: Die Analysten sehen Unternehmen von verschiedensten Seiten unter den Druck gesetzt, Verträge genauestens zu handhaben. Vom Erstellen bis zur Ergebniskontrolle sprechen die Analysten von einem Contract Lifecycle Management (CLM). Ihre Botschaft: Vertrags-Management vermeidet nicht nur juristische Streitigkeiten und spart Zeit, sondern senkt auch die Kosten. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Aberdeen hat sich das Beispiel Beschaffungsvertrags-Management näher angesehen. Auffallend sei eine deutliche Lücke zwischen Denken und Handeln: Durchgängig hatten die Befragten in einer aktuellen Untersuchung von einem erheblichen Verbesserungspotenzial gesprochen. Gleichzeitig räumt jeder Zweite ein, "wenig Einblick" in die aktuellen Verträge zu haben.

Der Sourcing-Dienstleister muss ran

Die Autoren der Studie bezeichnen es als erschreckend, dass die große Mehrzahl von 83 Prozent das Vertrags-Management nicht oder nur teilweise automatisiert hat. 37 Prozent der Befragten geben an, Beschaffungsverträge händisch zu bearbeiten, 46 Prozent sind zum Teil automatisiert, nutzen aber verschiedene Lösungen. Nur acht Prozent arbeiten vollautomatisiert mit einem einheitlichen System, neun Prozent sind vollautomatisiert, aber nicht standardisiert.

Dreizehn Prozent wollen Contract-Management-Lösungen selbst entwickeln.
Dreizehn Prozent wollen Contract-Management-Lösungen selbst entwickeln.

Dabei dürfte es allerdings nicht lange bleiben: Mit 27 Prozent gibt mehr als ein Viertel der Studienteilnehmer an, innerhalb der nächsten 24 Monate Contract-Management-Solutions kaufen zu wollen.

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