TÜV testete 500 Apps

Viele Apps lesen unnötig viele Daten aus

11. September 2013
Wer auf seinem Smartphone oder Tablet-Computer Apps nutzt, läuft Gefahr, dass Daten illegal oder zumindest unnötig ausgelesen und weitergegeben werden.

Datenklau sei bei Apps nicht die Ausnahme, sondern die Regel, erklärte der TÜV-Rheinland. Ein vom TÜV
entwickeltes Testverfahren ergab, dass von den überprüften 500 Apps rund 40 Prozent der Programme Daten auslesen, ohne dass diese für die Funktion erforderlich wären. Zum Schutz davor hat der TÜV jetzt eine kostenlose Datenbank eingerichtet, auf der sichere Programme angegeben werden. "Check Your App" ist von diesem Mittwoch an unter www.checkyourapp.de freigeschaltet.

"Ein Blick genügt, um sich darüber zu informieren, welche Apps erfolgreich geprüft und mit Nutzerdaten vertrauensvoll umgehen", sagt der Projektleiter, Dieter Schober. Vor eineinhalb Jahren hat er mit der Arbeit an dem Testverfahren begonnen. "Ich habe mich geärgert, dass Apps Dinge tun, die sie nicht tun sollten." Er geht davon aus, dass rund 30 Prozent aller Anwendungen den unbemerkten Datenklau als Geschäftsmodell nutzen. Insbesondere kostenlose Apps seien davon betroffen. Standortdaten, Passwörter, Telefonlisten oder das Surf-Verhalten, Fotos und Textnachrichten des App-Nutzers landen so auf Servern im Ausland und können dazu genutzt werden, spezielle Datenprofile über eine Person zu erstellen.

Getestet werden Apps die unter den Plattformen iOS (AppleApple), AndroidAndroid (GoogleGoogle) und Windows PhoneWindows Phone (MicrosoftMicrosoft) laufen. Anwendungen, die das Prüfverfahren erfolgreich durchlaufen, landen dann in der Datenbank des TÜV. (dpa/rs) Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Windows Phone auf CIO.de

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