Worauf Einkäufer bei Vertragsverhandlungen achten müssen

Vier Punkte, um 20 Prozent bei Firmen-Handys zu sparen

19. März 2009
Von Nicolas Zeitler
Firmen dürfen sich nicht von Flatrates oder auf den ersten Blick günstigen Tarifoptionen von Mobilfunkbetreibern blenden lassen. Um Geld zu sparen, sollten sie außerdem Tarif- und Hardware-Kauf trennen. In Verhandlungen ist es ratsam, auf hohen SLAs zu beharren.

Mehr als ein Fünftel ihrer Ausgaben für Mobilfunk könnten Unternehmen in Deutschland sparen. Das sagt der Münchner Berater Martin Meyer. Bevor er sich 2005 selbstständig machte, arbeitete er fünf Jahre bei Bertelsmann DirectGroup als interner Berater und IT-Projektmanager.

Die Marke von 20 Prozent Einsparungen stützt Meyer auf seine Erfahrung aus einem Projekt mit einem deutschen Finanzdienstleister. Es ging um 80.000 Mobilfunknutzer bei Tochtergesellschaften in 17 europäischen Ländern. Acht Monate lang begleitete der Berater das Unternehmen. Jeweils ein Vierteljahr dauerten Vorbereitung und Verhandlungen, weitere zwei Monate die Vertragserstellung.

Grundsätzlich mussten Firmen pro Mobilfunknutzer im Jahr 2007 mit rund 30 Euro monatlichen Kosten rechnen, sagt Meyer. Hochgerechnet auf 400 Nutzer ergeben sich jährliche Ausgaben von 144.000 Euro, rechnet er vor. Allein eine Nachverhandlung mit dem bestehenden Anbieter könne diesen Betrag um ein Fünftel senken. Allerdings binde man sich dabei in der Regel wieder für zwei Jahre an den Anbieter.

Wer geschickt verhandle, könne sogar mehr als 40 Prozent einsparen. Beispielhaft nennt Martin Meyer Spareffekte durch die Sperrung bestimmter Sonderrufnummern oder einen Haltebonus, wenn ein Unternehmen den Provider nicht wechselt. Meyer empfiehlt dem für die Beschaffung Verantwortlichen, die Mobilfunk-Ausstattung der Mitarbeiter unter vier Gesichtspunkten anzugehen.