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Digitaler Kulturschock in Unternehmen

Vier Säulen des Kulturwandels

10. Mai 2016
Erfolgreiche Unternehmen rücken den Menschen dank der Digitalisierung mehr denn je in den Mittelpunkt.

Schon im Jahr 2020 werden 25 Prozent der Weltwirtschaft digital sein. Keine Branche bleibt verschont, jedes Unternehmen muss sich intensiv mit den Auswirkungen des Technologiewandels beschäftigen und seine ganz eigene Strategie entwickeln. In der aktuellen Technology Vision 2016 geben 86 Prozent der von Accenture Strategy befragten Entscheider an, dass sie mit einer starken Beschleunigung des technologischen Umbruchs innerhalb der nächsten drei Jahre rechnen.

"Verschnaufpausen gibt es nicht mehr, weshalb sich zuallererst die Kultur in den Unternehmen verändern muss." Dr. Claus Jeschek, Accenture Strategy
"Verschnaufpausen gibt es nicht mehr, weshalb sich zuallererst die Kultur in den Unternehmen verändern muss." Dr. Claus Jeschek, Accenture Strategy
Foto: Gts - shutterstock.com

Das ist nicht nur im Hinblick auf die neuen Technologien an sich eine große Herausforderung - sondern auch und gerade für die Organisation, die Mitarbeiter und die Kultur eines jeden Unternehmens. Kein Wunder also, dass selbst große Spieler an vielen Stellen noch in einer Art digitaler Schockstarre gefangen sind.

Denn all das, was über Jahre hinweg in Stein gemeißelt schien, verändert sich plötzlich durch den digitalen Druck von außen. Und damit nicht genug: Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Wandel künftig noch stärker als bisher unser allgegenwärtiger Begleiter wird. Verschnaufpausen gibt es nicht mehr, weshalb sich zuallererst die Kultur in den Unternehmen verändern muss. Flexibilität, Agilität und die Bereitschaft zu stetiger Veränderung stehen dabei im Mittelpunkt.

Einfach wird das nicht - denn Kulturwandel ist immer ein komplexes Vorhaben. Als "Starthilfe" haben wir vier Säulen definiert, auf die es auf dem Weg zum digitalen Unternehmen ankommt:

  1. Unternehmen müssen sich auf fortlaufende Veränderung einstellen: Dies betrifft einerseits Technologien wie serviceorientierte Architektur, Software-as-a-Service oder Kooperationsplattformen. Andererseits bleiben die Mitarbeiter der zentrale Faktor eines Veränderungsprozesses. Sie müssen für Veränderungen bereit sein, deren Auswirkungen verstehen und ihr eigenes Kompetenzprofil entsprechend kontinuierlich weiterentwickeln. Hier sind die Führungskräfte gefragt: Sie müssen ihre Mitarbeiter für die kommenden Veränderungen sensibilisieren und sie darauf vorbereiten.

  2. Daten sollten eine zentrale Rolle spielen: Viele Entscheidungen werden heute noch anhand erlernter Erfahrungen oder von der ranghöchsten Person im Unternehmen getroffen. Das ist jedoch häufig weder der effektivste noch der effizienteste Weg. Technologie ermöglicht mittlerweile in vielen Bereichen die Entscheidungsfindung auf Basis fundierter Daten. Übrigens nicht nur durch den Menschen: Immer häufiger können und sollten auch Maschinen in bestimmten Bereichen einen wesentlichen Teil zur Entscheidungsfindung beitragen.

  3. Disruptive Technologien müssen integraler Bestandteil des Unternehmensalltags werden - denn durch reine Effizienzsteigerungen und "Business as usual" entstehen längst keine Innovationen mehr. Nur Unternehmen, die neue Ideen, andere Blickwinkel und ungewöhnliche Methoden zulassen, können im Kampf um das beste Angebot künftig bestehen. Disruptionen im besten Sinne müssen insofern zum Teil der DNA eines jeden digitalen Unternehmens werden. Doch das ist ein Mindset, das von der Führungsebene vorgelebt werden muss.

  4. Digitales Vertrauen ist unerlässlich: Der schnelle Wandel in der Digitalwirtschaft bringt auch eine ganze Reihe Risiken mit sich - vom Cyber-Risiko bis hin zu Fragen des Datenschutzes. Führungskräfte müssen daher digitales Vertrauen entwickeln, innerhalb wie außerhalb des Unternehmens. Sicherheit, Privatsphäre und digitale Ethik rund um Technologien können nur schwer rückwirkend entwickelt werden, und sollten so von Anfang an in den Entwicklungsprozess integriert werden.

Alle diese Veränderungen brauchen Zeit - und sie müssen den Menschen in den Fokus rücken. Denn ohne Mitarbeiter, die sich kontinuierlich an Veränderungen anpassen, mit Daten umgehen können, Tag für Tag neue Ideen hervorbringen und digitales Vertrauen haben, werden auch die besten Technologien nur wenig nützen.

Die Accenture Technology Vision Trends 2016 stehen daher unter dem Motto "People First - Der Mensch im Zentrum des digitalen Zeitalters". Erfolgreiche Unternehmen machen im digitalen Zeitalter genau dies: Sie rücken Kunden, Führungskräfte und Mitarbeiter in den Mittelpunkt ihres Handelns. In Kürze erfahren Sie an dieser Stelle mehr über die fünf Schlüsseltrends der Accenture Technology Vision 2016.

Was bringt die digitale Zukunft Unternehmen? Weitere Ergebnisse aus der Accenture Technology Vision 2016

Video: Digitaler Wandel der Arbeit: Tools und Technologien für die richtigen Mitarbeiter

Whitepaper: Accenture Technology Vision 2016 - Executive Summary: Firmen brauchen eine Kultur der permanenten Veränderung

Die fünf Trends der Accenture Technology Vision 2016 (Teil2): Digitale Wirtschaft - ohne Vertrauen geht es nicht

Die fünf Trends der Accenture Technology Vision 2016 (Teil1): Die Digitalisierung rückt den Menschen an die erste Stelle

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