Verfehlte Sicherheitsstrategien

Viren-Angriffe schaden vor allem KMUs

30. März 2004
Kleinunternehmen entstehen jährlich 22 Milliarden Euro Schäden durch Viren-befallene PCs. 29 Prozent der deutschen Firmen verloren dabei wichtige Dateien oder erlitten massive Beschädigungen. Schuld seien jedoch nicht die Anwender sondern die verfehlte Sicherheitspolitik der Firmen, so eine aktuelle Studie von Network Associates.

Danach waren die deutschen Mittelständler von Virenangriffen besonders betroffen. Rund 21 Prozent der Firmen wurden in den vergangenen zwölf Monaten von einem Schädling infiziert. Bei gut 19 Prozent der KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) konnte sich im vergangenen Sommer sogar der Sobig-Wurm verbreiten. Damit liegt Deutschland an der Spitze vor Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien. Das ergab eine Befragung unter 500 Kleinunternehmen durch Network Associates.

In der "McAfee European SecuritySecurity Study" kommt die Sicherheitsfirma zum Ergebnis, dass sich der jährliche finanzielle Schaden aufgrund von Ausfallzeiten infolge infizierter PCs auf 22 Milliarden Euro summiert. Danach kostet jede Virenattacke durchschnittlich 5000 Euro. So mussten rund ein Drittel der deutschen Kleinunternehmen mit Virenbefall in der Folge neue Hardware anschaffen. Weitere 29 Prozent haben wichtige Dateien verloren oder massive Beschädigungen festgestellt. Alles zu Security auf CIO.de

Fast vorbildlich verhalten sich im europäischen Vergleich die deutschen Mitarbeiter beim Thema Dateianhänge bei E-Mails. Während in Frankreich 24 Prozent der Kollegen den Anhang einer E-Mail mit unbekanntem Absender öffnen würden, täten das in Deutschland nur neun Prozent. Auf Unternehmerseite schneidet Deutschland weniger gut ab. Mit elf Prozent weist Deutschland den höchsten Anteil von Firmen auf, die keinen entsprechenden Virenschutz einsetzten, in Spanien und Großbritannien sind dies nur ein Prozent.

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