Desktop-Virtualisierung mit VDI

Virtual-Desktop-Infrastruktur dimensionieren

19. März 2013
Bernd Reder ist freier Journalist mit den Schwerpunkten Netzwerke, IT und Telekommunikation in München.
Niedrige Kosten und ein hohes Sicherheitsniveau sind Gründe für den Einsatz einer Virtual-Desktop-Infrastruktur. Doch die Einführung von VDI erfordert eine solide Vorbereitung. Ohne sie besteht die Gefahr, dass aufgrund geringer Netzwerkbandbreite oder Storage-Kapazitäten dieses Projekt zum Desaster wird.

Desktop-Virtualisierung ist eines der Themen, mit denen sich IT-Manager derzeit intensiv beschäftigen. Das gilt vor allem für Arbeitsplatzumgebungen, die in Form einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI) bereitgestellt werden. Laut einer Studie einer unabhängigen Marktanalyse- und Beratungsgesellschaft Pierrre Audoin Consulting (PAC) im Auftrag von Pironet NDH Studie, wollen Unternehmen langfristig auf eine Desktop-Virtualisierungs-Lösung einsetzen. Damit sollen herkömmliche PC-Arbeitsplätze durch eine Virtual-Desktop-Infrastructure-Architektur ersetzt werden.

Bei diesem Ansatz, der auch unter der Bezeichnung "Hosted Desktop Virtualization" oder "Centralized Virtual Desktop" bekannt ist, lagern virtualisierte Desktops, inklusive Betriebssystem, Daten und Benutzereinstellungen, auf Servern und Storages-Systemen in einem RechenzentrumRechenzentrum. Über einen Connection Broker werden die individuellen Arbeitsbereiche zu den Client-Systemen übermittelt. Dies können traditionelle Client-Rechner wie Windows-PC sein, aber auch Thin Clients oder mobile Geräte wie Notebooks. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Anforderungen einer VDI an Server, Netzwerk und Storage

Damit eine VDI funktioniert, müssen ServerServer und Storage-Systeme allerdings bestimmte Mindestkriterien erfüllen. Laut Pano Logic, einem Anbieter von Systemen und Lösungen für den Aufbau von VDIs, verkraftet jeder Rechenkern (Core) eines Serverprozessors etwa drei bis sieben Desktop Virtual Machines (DVM). Wie viele es genau sind, hängt von der Art der Workloads ab. Bei mittleren Workloads sind vier bis fünf DVMs pro Core akzeptabel, bei Workloads mit höheren Anforderungen zwischen sechs und sieben pro Core. Alles zu Server auf CIO.de

Die Festplatten sollten 20 bis 50 IOPS (I/O-Operationen pro Sekunde) pro DVM und zudem eine Lese-/Schreibzugriffszeit von weniger 20 ms unterstützen. Laut Pano Logic ist eine SAS-RAID-Storage-Konfiguration mit Harddisks mit 15.000 Umdrehungen pro Minute für vier bis sechs DVMs ausreichend. Auch hier gilt, dass Festplatten mit niedrigeren Leistungswerten für weniger anspruchsvolle Workloads vorgesehen werden können. Die Storage-Umgebung kann aus Direct-Attached-Speichersystemen (DAS) oder SANs (StorageStorage Area Networks) auf Basis von iSCSI oder Fibre Channel bestehen. Wichtig ist, dass der Nutzer die Leistungsfähigkeit der Speicherumgebung anhand von "echten" DVM-Workloads testet, ehe die VDI in Betrieb geht. Dabei sollten auch SSDs als schneller Storage-Speicher in Erwägung gezogen werden. Alles zu Storage auf CIO.de