Analysten warnen: Nicht mit schneller Kostensenkung rechnen

Virtualisierung ist eine Strategie, kein Projekt

27. August 2007
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Dass es ohne Virtualisierung bald nicht mehr geht, glauben die Analysten von EMA nicht. Sie geben zu Bedenken, dass mit der neuen Technologie auch neue Sicherheitsprobleme anstehen - und Kostensenkungen nicht kurzfristig zu erzielen sind. Ihr Tipp: Jenseits des aktuellen Hypes sollten Für und Wider genau abgewogen werden. Dabei lautet die Gretchenfrage: Unterstützt Virtualisierung die strategischen Geschäftsziele?
Virtualisierung: Die Analysten von EMA raten, gut abzuwägen.
Virtualisierung: Die Analysten von EMA raten, gut abzuwägen.

Drei Knackpunkte haben die Analysten ausgemacht: Personal, Sicherheit und Management. So nennen fast drei Viertel (74 Prozent) der Firmen, die nicht virtualisieren, fehlende Skills als Gegenargument. Offenbar handeln viele Entscheider überstürzt: Von den Firmen, die bereits Virtualisierungstechniken implementiert haben, klagt jede zweite weiterhin über einen Mangel an entsprechenden Fertigkeiten.

EMA rät daher dringend zu Trainings und Schulungen beziehungsweise Unterstützung durch externe Fachleute - und zwar vor der Implementierung.

Stichwort Sicherheit: VirtualisierungVirtualisierung bringt mehr MalwareMalware mit sich und darunter auch solche, die mit herkömmlichen Tools nicht entdeckt werden kann. "Das ist ein großes Problem, für das bisher niemand eine Lösung bietet", sagt EMA Senior Analyst Andi Mann nüchtern. Alles zu Malware auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Bis sich das geändert hat, sollten Firmen schrittweise umstellen und darauf achten, nicht alle kritischen Anwendungen auf demselben physischen System zu installieren.