Sandbox für ECM-Systeme

Virus im Archiv

29. Juli 2009
Von Michael  Schiklang
Mit Firewalls und Virenscanner lassen sich ECM-Systeme nicht ausreichend schützen. Sie kann man nur selten direkt mit einem Virenschutz ausstatten. Doch moderne Virenprüfsysteme ermöglichen es, Daten in Netzwerken auf Virenbefall zu scannen, meint Analyst Michael Schiklang BARC in seiner Kolumne.
"Mittels einer so genannten Sandbox können unbekannte Viren identifiziert werden" sagt Michael Schiklang, Analyst am Business Application Research Center (BARC).
"Mittels einer so genannten Sandbox können unbekannte Viren identifiziert werden" sagt Michael Schiklang, Analyst am Business Application Research Center (BARC).

Viele Unternehmen leben in der gefährlichen Illusion, die eigenen Daten umfassend geschützt zu haben, indem sie Firewalls und Virenscanner installiert haben. Dabei wird außer Acht gelassen, dass bestimmte Fachanwendungen keinen klassischen Virenscan zulassen und dass die Gefahr nicht mehr nur aus dem Internet kommt.

Viren können auch über austauschbare Datenträger wie USB-Sticks oder optische MedienMedien in das Unternehmensnetzwerk gelangen. Zudem verfügen immer mehr Anwender über Notebooks, welche außerhalb des Unternehmens mit fremden Netzwerken in Berührung kommen, wodurch die Gefahr einer Infektion drastisch steigt. Top-Firmen der Branche Medien

Die Auswirkungen eines Virenbefalls hängen von dem Schadcode ab, den ein Virus enthält. Die letzten sehr infektiösen und durch die Medien bekannt gewordenen Viren waren zwar störend und verursachten einen nicht zu unterschätzenden Bereinigungsaufwand, waren jedoch vergleichsweise ungefährlich.

Jedoch bleibt es eine Frage der Zeit bis der nächste Virus mit großem Schadpotenzial in den Umlauf kommt. Die Infektionen können dabei verheerend sein. So ist beispielsweise ein kompletter Datenverlust oder der Ausfall ganzer Systeme denkbar. Hohe Kosten und Imageverlust sind die Folgen.