Microsoft zögert XP-Ende weiter hinaus

"Vista dürfte nicht existieren"

14. Oktober 2008
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Ursprünglich sollten PC-Hersteller nur bis Ende Januar 2009 Recovery-DVDs mit Rechnern mitliefern, die den Downgrade auf XP ermöglichen. Diese Frist wurde nun auf den 31. Juli 2009 verschoben. In Blogs und Foren brodeln die Diskussionen darum, wieso, weshalb, warum Microsoft diesen Schritt gegangen ist.
"Vista dürfte nicht existieren", sagen Kritiker des Betriebssystems.
"Vista dürfte nicht existieren", sagen Kritiker des Betriebssystems.

Vor wenigen Tagen sickerte durch, dass MicrosoftMicrosoft die Gnadenfrist für Windows XP erneut verlängert hat. Entgegen einiger Medienberichte ist es allerdings nicht das Downgrade-Recht an sich, das bis zum 31. Juli 2009 verlängert wurde. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Es ist die Verfügbarkeit von XP-Downgrade-Medien, die Microsoft um sechs weitere Monate verlängert hat. Microsoft stellt Käufern der Vista-Spitzeneditionen Business, Enterprise und Ultimate frei, ein Downgrade auf Windows XP Professional durchzuführen. Dies geschieht häufig mit Hilfe einer mitgelieferten XP-Recovery-DVD, deren Galgenfrist nun vom 31. Januar auf den 31. Juli 2009 verlängert wurde.

Einer der Gründe dafür ist sicherlich, dass vor allem Unternehmen ihre PCs nur äußerst zögerlich auf Windows Vista umstellen. Studien belegen diese These vom Ladenhüter Vista. Das Beratungsunternehmen Forrester veröffentlichte Zahlen, nach denen nur 8,8 Prozent der Unternehmen die Windows nutzen, mit Vista arbeiten. Vorgänger XP dominiert das Feld.

"Vista dürfte nicht existieren"

Dass nun erneut die Verfügbarkeit von XP-Downgrade-Medien verlängert wurde, löst in Blogs und Foren unterschiedliche Reaktionen aus. In seinem Vistablog schreibt System-Kenner Ralf Horn, es werde gemunkelt, dass es Bestrebungen von großen Microsoft-Partnern gibt, XP bis zum Launch des Vista-Nachfolgers "Windows 7" am Leben zu erhalten. Der Autor kommentiert die Geschehnisse folgendermaßen: "Man nehme die kürzlich kursierende Vermutung, '7' würde bereits Mitte 2009 erscheinen und würze das ganze mit der neuen Redmonder Terminplanung für XP. Das Ergebnis ist eine Brühe mit dem faden Beigeschmack, dass Vista eigentlich gar nicht existieren dürfte."

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