Cloud Computing


VMware ist "Ready for any"

VMware auf dem Weg zum Unified-Hybrid-Cloud-Provider

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
VMware hat auf der europäischen VMworld 2015 in Barcelona zahlreiche neue Produkte und Services rund um Virtualisierung, Hybrid und Public Cloud sowie Cloud Management vorgestellt. Damit will der IT-Spezialist seine führende Marktposition in diesem Bereich weiter stärken und ausbauen.
VMworld 2015 in Barcelona
VMworld 2015 in Barcelona

Trotz des Dell-EMC-Mega-Deals verlief die europäische VMware-Hausmesse VMworld 2015 in Barcelona ganz nach dem Motto "Business as usual". Natürlich wurde über die Übernahme viel diskutiert und spekuliert, denn schließlich betrifft es auch VMware, da EMC 83 Prozent der Unternehmensanteile besitzt. Doch Details, wie es zukünftig mit VMware unter der Dell-Flagge weiter gehen soll, wurden nicht verlautbart. Lediglich das, das VMware-Business so weiter laufen soll, wie bisher. In einer kurzen Videobotschaft in der Keynote des ersten Konferenztages bekräftigte Michael Dell in Anwesenheit von VMware-COO Carl Eschenbach die Verdienste von VMware und das er sich freue, künftig mit seinem guten Freund und Partner Pat Gelsinger (CEO VMware) inklusive dem VMware Team enger zusammenzuarbeiten.

Die diesjährige VMworld stellte VMware unter das das Motto "Ready for any". Damit will der Hersteller betonen, dass seine Unified-Hybrid-Cloud-Lösung mit jedem beliebigen Gerät und Applikation zusammenarbeiten kann. Zwar hat der Virtualisierungs- und Cloud-Spezialist bereits auf der VMworld 2015 in San Francisco durch zahlreiche Produktankündigungen die Interessen der IT-Verantwortlichen in den Unternehmen geweckt, doch einige Highlights sparte sich VMware für das europäische Pendant auf.

Passend zu diesem Slogan präsentierte VMware zahlreiche Produkte und Updates rund um die Unified Hybrid Cloud, das Cloud Management sowie vCloud Air. Um die voranschreitende Digitalisierung in den Unternehmen zu unterstützen will VMware mit den Neuerungen den IT-Verantwortlichen ermöglichen, traditionelle und Cloud-native Anwendungen schneller zu entwickeln und bereitzustellen und gleichzeitig die Kosten zu reduzieren.

VMware erweitert das Cloud-Management

Mit der der VMware vRealize Suite bündelt VMware Managementkomponenten, um IT-Infrastrukturen und Applikationen in einer Hybrid Cloud zu verwalten. Die Suite unterstützt Hybrid und Public Clouds, Multi-Hypervisor-Lösungen sowie physische Infrastrukturen. Auf der VMworld 2015 in Barcelona erweiterte VMware die Suite um folgende Komponenten, die ab Q4/2015 verfügbar sind:

In der VMware vRealize Automation 7 hat der Hersteller neue Funktionen integriert und einige Komponenten überarbeitet. Sie bietet jetzt einheitliche Service Blueprints, die es DevOps-Teams erlauben auf einer grafischen Benutzeroberfläche IT-Infrastruktur, Sicherheit, Anwendungen und IT Services inklusive den Beziehungen und Abhängigkeiten zu modellieren.

Die neue Version unterstützt die Erweiterung durch Event Broker, durch den neue Funktionen hinzugefügt werden können, ohne den Kerncode der APIs zu verändern. Laut VMware ist VMware vRealize Automation 7 jetzt in VMware Identity Manager implementiert, dadurch unterstützt dieser jetzt erweiterte Identity Services sowie mehrstufige Authentifizierung und SmartCard Support.

Die VMware-Suite vRealize Business Standard 7 berechnet die Kosten eines Hybrid-Cloud-Services. Die neue Version kann jetzt die Kosten von VMware vCloud Air, AWS sowie Microsoft Azure und allen weiteren Clouds, die von vRealize Automation unterstützt werden, ermitteln. Neue Planungs- und Kostenoptimierungsfunktionen ermöglichen jetzt, die Kosten von genutzten Kapazitäten nach Rechenzentren grafisch aufzuarbeiten und auf Basis dieser Daten neue Workloads zu modellieren.

Unified Hybrid Cloud kommt mit neuen Public Cloud Funktionen

Mit der Hybrid Cloud Plattform sind Anwender in der Lage, eine einheitliche Umgebung über die Private und Public Cloud hinweg auf Basis von VMware vSphere einer Software-definierten Rechenzentrumsarchitektur aufzubauen. Die neuen Updates Umfassen die Komponenten VMware vCloud Air und VMware vCloud Air Network.

Mit der Verfügbarkeit von Google Cloud DNS kombiniert VMware jetzt vCloud Air und der Google Cloud Plattform in einem einzigen Hybrid Cloud Service. Google Cloud DNS erleichtert Anwendern, web-basierte Applikationen auf VMware vCloud Air zu hosten, da es per Command Line Schnittstelle, der Developer Console UI oder per REST-API konfigurierbar ist.

Mit VMware vCloud Air Monitoring Insight kann der Cloud Service-Betrieb durch interaktive Metriken, Event Logs, sowie nutzerdefinierte Alarme auf Flexibilität und Kostenoptimierung analysiert werden. Durch den Service können Informationen über die Infrastruktur, den Zustand der Anwendungen und die Plattform-Performance gesammelt werden.

Ein verbessertes Identity Access Management ermöglicht den Nutzern von vCloud Air diese mit einer einzigen Identität durch Single Sign-On (SSO), vereinheitliche Autorisierung oder Rollenmanagement zu verwenden.

Die zusätzliche Unterstützung von VMware vSphere Integrated Containers ermöglicht, den bereits vorhandene Support von VMware Photon OS auf der vCloud Air Plattform weiter auszubauen. Damit sind Entwickler in der Lage, eine große Bandbreite an Lösungen zur Orchestrierung der Container aus einem Partner-Ökosystem zu nutzen.

Das Projekt Michigan (Technologie-Preview) erweitert die Fähigkeiten der Advanced Networking Services und des Hybrid Cloud Managers auf alle VMware vCloud Air Services. Es ermöglicht den Zugang zu einer Virtual-Private-Cloud-On-Demand-Lösung. bei einem Pay-as-you-go Bezahlmodell.

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