Investitionsprogramm geplant

Vodafone nach US-Verkauf vor neuen Herausforderungen

20. Mai 2014
Vodafone steht nach dem milliardenschweren Verkauf seiner US-Mobilfunkbeteiligung vor neuen Herausforderungen. Im laufenden Geschäftsjahr (Ende März) rechnet das Unternehmen damit, auch wegen hoher Investitionen operativ erneut weniger Geld zu verdienen, wie die Briten am Dienstag in Newbury mitteilten.

So soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in einer Spanne zwischen 11,4 und 11,9 Milliarden britischen Pfund landen - im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Ebitda bereits um mehr als fünf Prozent auf 12,83 Milliarden Pfund (15,74 Mrd Euro) gesunken. Das war etwas weniger als Analysten zuvor erwartet hatten.

Zwar präsentierte das Unternehmen dank des Verkaufs seiner Anteile am US-Mobilfunker Verizon Wireless für rund 130 Milliarden US-Dollar (159 Mrd Euro) einen rekordverdächtigen Nettogewinn von 59,4 Milliarden Pfund. Einen Großteil davon hatte der Konzern bereits in Form einer Sonderdividende an seine Aktionäre weitergereicht. Beim Umsatz stehen die Briten wegen des Preiskämpfs in ihrem größten Markt Europa weiter unter Druck, die Erlöse gingen um fast zwei Prozent auf 43,62 Milliarden Pfund zurück. Ohne Zukäufe wäre das Minus fast doppelt so hoch ausgefallen.

Gegensteuern will das Unternehmen mit einem kräftigen Investitionsprogramm. Unter anderem auch in Deutschland und Indien will das Unternehmen um Chef Vittorio Colao in den kommenden beiden Jahren rund 19 Milliarden Pfund in bessere Netze stecken. Zudem hat sich das Unternehmen mit den Kabelanbietern Kabel Deutschland und in Spanien mit Ono gestärkt, um Bündelprodukte anbieten zu können. (dpa/rs)

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