Kooperation

Vodafone und Liberty Global bündeln ihre Geschäfte in den Niederlanden

16. Februar 2016
Der britische Telekomkonzern Vodafone und der Kabelriese Liberty Global wollen in den Niederlanden zusammenarbeiten.
Vodafone und Liberty Global versprechen sich von dem Joint Venture vor allem Spareffekte.
Vodafone und Liberty Global versprechen sich von dem Joint Venture vor allem Spareffekte.
Foto: Vodafone

Alle Geschäftsteile sollen in einem zu gleichen Teilen kontrollierten Gemeinschaftsunternehmen vereint werden, wie beide Unternehmen in der Nacht zu Dienstag mitteilten. Über Pläne der beiden Unternehmen, in Europa näher aneinander zu rücken, wird schon länger spekuliert. Im vergangenen September erst waren Gespräche zu einem großangelegten Spartentausch geplatzt.

Die Unternehmen versprechen sich nun von dem Joint Venture positive Effekte von bis zu 3,5 Milliarden Euro, größtenteils durch Spareffekte und Synergien bei Investitionen. Vodafone zahlt an Liberty zudem eine Milliarde Euro in bar, um Bewertungsunterschiede auszugleichen.

Vodafone ist in den Niederlanden im Mobilfunk aktiv, Liberty im Kabelgeschäft unter dem Namen Ziggo. In dem Land sucht auch die Deutsche Telekom nach einer strategischen Lösung für ihr schwächelndes Mobilfunkgeschäft. Der Bonner Konzern will sich vorzugsweise nur noch auf kombinierte Angebote aus Mobilfunk und Festnetz oder Kabel verlegen. Mit dem Zusammengehen von Liberty und Vodafone fällt nun ein möglicher Partner für T-Mobile Niederlande weg.

In Deutschland hatte sich Vodafone 2013 den Kabelanbieter Kabel Deutschland milliardenschwer einverleibt, Liberty Global steckt hinter dem zweitgrößten deutschen Kabelanbieter Unitymedia. (dpa/rs)

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