Privatkundengeschäft

Vodafone will Kabel Deutschland und Arcor zusammenlegen

10. März 2014
Der britische Telekom-Konzern Vodafone will nach der Übernahme von Kabel Deutschland seine deutsche Festnetzsparte Arcor mit dem Münchner Anbieter zusammenführen.

"Im Privatkundengeschäft wollen wir unsere Festnetz-Kompetenzen mit denen von Kabel Deutschland vereinen", sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao der "Süddeutschen Zeitung". Die Sparte solle künftig von
Unterföhring bei München aus geführt werden.

Vodafone will mit der Übernahme vor allem der Deutschen Telekom auf ihrem Heimatmarkt das Leben deutlich schwerer machen. Bisher sind die Briten mit Deutschland-Zentrale in Düsseldorf in erster Linie auf dem Mobilfunkmarkt der ärgste Rivale der Bonner. Nun will Vodafone mit Hilfe des Kabelnetzes auch mit Angeboten aus Fernsehen, Telefon und schnellem Internet angreifen. Zu Spekulationen, Vodafone selbst könne vom US-Telekomriesen AT&T übernommen werden, sagte Colao: "Es ist ganz klar nicht mein Ziel, die Firma zu verkaufen."

Der Manager kritisierte die aus seiner Sicht zu strenge Regulierung der Telekom-Branche. Gegenüber reinen Internet-Anbietern wie FacebookFacebook oder dessen jüngstem Zukauf WhatsApp gerate man dadurch ins Hintertreffen. "Wir können die Welten, in denen Telekommunikations-, Internet- und Medienunternehmen unterwegs sind, nicht als drei verschiedene Welten betrachten. Wir brauchen einheitliche Regeln für alle", sagte Colao der Zeitung. (dpa/rs) Alles zu Facebook auf CIO.de

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