Technologie setzt sich immer stärker durch

VoIP gibt es bald überall

07. März 2007
Von Tanja Wolff
Firmen und Verbraucher werden ihre Telefongespräche künftig nur noch über VoIP führen. Laut einer Befragung der Lösungsanbieter Toplink und Interactive Intelligence glauben 44 Prozent, dass die Technologie bis 2010 flächendeckend verbreitet sein wird. Mehr als die Hälfte geht davon aus, dass sich diese Prognose bis spätestens 2015 erfüllt.
Faktoren, die maßgeblich für den Durchbruch von VoIP verantwortlich sind.
Faktoren, die maßgeblich für den Durchbruch von VoIP verantwortlich sind.

Laut der Studie sehen die Nutzer vor allem in dem enormen Einsparpotenzial sowie in der engen Computer- und Software-Integration die besonderen Vorteile von VoIP. Nur sechs Prozent der Befragten meinen, dass die Technologie nie die herkömmliche Art des Telefonierens verdrängen wird.

76 Prozent der Befragten sagen, dass für den Durchbruch von VoIP in erster Linie die Verfügbarkeit von Service-Nummern wie Notruf und Auskunft verantwortlich sein werden. Fast zwei Drittel glauben, dass die flächendeckende Erreichbarkeit der 032er-Nummern eine wesentliche Rolle spielt. "Diese Antworten verwundern nicht. Die Nutzer - ganz gleich, ob es sich dabei um Unternehmen oder Verbraucher handelt - erwarten zumindest den gleichen Komfort, den sie auch bei der herkömmlichen Telefonie bereits hatten", sagt Toplink-Geschäftsführer Gerhard Wenderoth. Daher würden zusätzliche Features zunächst eine sekundäre Rolle spielen.

Der Umfrage zufolgen sind immerhin 57 Prozent der Ansicht, dass die Entscheidung der Bundesnetzagentur zur Entbündelung von DSL-Anschluss und herkömmlichen Telefonanschluss ein treibendes Element bei der Verbreitung von VoIP ist. Die Hälfte sagt, dass die Abhörsicherheit über VoIP geführter Gespräche ein überzeugendes Argument für den Technologiewechsel ist.

Skeptisch ist die Internet- und Telekommunikationsbranche, wenn es um die Frage geht, ob die Deutsche Telekom aufgrund der Umstellung auf VoIP ihr Quasi-Monopol im deutschen Markt verliert. 43 Prozent meinen, dass das nicht der Fall sein wird. Lediglich 19 Prozent äußerten ein klares "Ja".