Potenzial vor allem für kleinere Netzwerke

VoIP-Markt verlangt maßgeschneiderte Lösungen

23. Februar 2005
Von Ingo Butters
Die Prognosen für die Verbreitung der Voice over IP (VoIP)-Technologie sind zumindest in den USA gut. Ein Drittel der Unternehmen plant 2005 IP-Telefonie zu implementieren, so eine Studie des Marktforschers Instat. Allerdings soll die neue Technologie bestehende Telefonnetze in den meisten Fällen nicht ablösen, sondern vorerst nur ergänzen.

VoIP-Anbieter erwartet harter Wettbewerb

Champagnerlaune dürfte bei den Anbietern VoIP-Lösungen angesichts der jüngsten Instat-Studie nicht aufkommen. Den rosigen Prognosen über die wachsende Verbreitung der Technologie zum Trotz, rechnet Instat mit einem harten Verdrängungs-Wettbewerb unter den Anbietern.

Dies liegt zum einen daran, dass die Kunden VoIP zurzeit vor allem als Ergänzung bestehender Kommunikationssysteme sehen. Angesichts hoher Kosten für die Umstellung scheuen sich viele Firmen, komplett auf IP-Telefonie umzusteigen. Derzeit läuft ein Zehntel der Telefonnetzwerke in US-Unternehmen auf VoIP. Mehr als ein Drittel der US-Firmen plant in diesem Jahr die neue Technologie einzuführen.

Anbieter müssen sich allerdings darauf einstellen, dass vor allem kleinere Lösungen nachgefragt werden. Zum einen, weil das Marktwachstum Instat zufolge stark von kleineren Unternehmen getragen wird. Zum anderen, weil auch die großen Firmen VoIP eher kleinteilig denn großflächig einsetzen.

Großes Potenzial für kleine VoIP-Netze

Eine wichtige Chance für die Anbieter sieht Instat deshalb bei kleinen IP-Netzwerken für 20 und weniger Nutzer. Im Schnitt betrieben Unternehmen mehr als 100 dieser Mini-Netzwerke. Darin liegt ein enormes Marktpotenzial, für dessen Erschließung sich die Anbieter allerdings kräftig ins Zeig legen müssen.

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