Telekommunikationsbranche macht's vor

VoIP überholt klassisches Telefonieren

16. November 2007
Von Alexander Galdy
Voice over IP (VoIP) ist weiter auf dem Vormarsch. Vorreiter sind die Unternehmen in der Telekommunikationsbranche. Für mehr als zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte in diesem Marktsegment hat das Telefonieren via Internet bereits heute eine deutlich größere Bedeutung als das klassische Telefonieren. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie Telco Trend von Steria Mummert Consulting.

68,5 Prozent der Unternehmen der Telekommunikationsbranche setzen bereits VoIP für das Telefonieren über das Festnetz ein. Analoge oder ISDN-Anschlüsse werden dagegen seltener. Sie sind aber immer noch wesentlicher Teil der Produktpalette. Mit 41 Prozent rangieren sie auf Platz zwei der drei wichtigsten Telefondienstleistungen.

Das größte Ertragspotenzial verspricht weiterhin das Geschäft mit DSL-Anschlüssen. Für rund 70 Prozent der befragten Entscheider ist das Breitband-Internet die wichtigste Technologie. Allerdings holt VoIP verglichen mit anderen Übertragungsstandards auf.

UMTS schon fast eingeholt

Das Telefonieren über das Internet hat inzwischen einen annähernd gleich großen Stellenwert wie der Mobilfunkstandard UMTS. Mehr als jeder dritte befragte Verantwortliche stuft VoIP als eine der Top-3-Technologien bei der Übertragung von Daten und Sprache ein. Bei der Umfrage ein Jahr zuvor war nur jeder fünfte dieser Meinung.

Hinter VoIP und der klassischen Festnetztelefonie gewinnt auch das Internet-Fernsehen (IPTV) zunehmend an Bedeutung für die Telekommunikationsbranche. Etwa 20 Prozent der Befragten zählen IPTV zu den wichtigsten Telekommunikationsdiensten. Das Online-Fernsehen profitiert vor allem von der hohen Verbreitung breitbandiger Internet-Zugänge.