Lkw-Bauer kündigt Stellenabbau an

Volvo will 460 Millionen Euro jährlich sparen

24. September 2013
Der schwedische Lastwagenbauer Volvo will mit einem strikten Sparkurs samt Personalabbau gegen die Flaute im Nutzfahrzeuggeschäft anfahren.

Das Unternehmen wolle Stellen bei den Büroangestellten und Beratern streichen und die jährlichen Kosten bis Ende 2015 um vier Milliarden Kronen (463 Millionen Euro) senken, wie Volvo am Dienstag mitteilte.
Zunächst dürfte das Sparprogramm aber kräftig auf den Gewinn drücken: Volvo rechnet damit, dass der Löwenanteil der angepeilten Kosten von fünf Milliarden Kronen im nächsten Jahr anfallen wird.

Der Großteil der Sparmaßnahmen soll im Lkw-Geschäft greifen, Details will Volvo aber erst später bekanntgeben. Die Aufwendungen für einen bereits angekündigten Umbau des Lastwagengeschäfts in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten von rund 800 Millionen Kronen seien bereits in den Gesamtkosten enthalten.

Zuletzt hatte sich zwar die Auftragslage bei den Schweden verbessert, Umsatz und vor allem der Gewinn waren im zweiten Quartal aber erneut kräftig abgesackt. Gerade in Europa kämpft die Nutzfahrzeug-Branche mit der mauen Konjunktur und einer schrumpfenden Lkw-Nachfrage. Die Konkurrenten von Scania und Daimler hatten für das zu Ende gehende dritte Quartal allerdings einen außergewöhnlichen Schub bei den Bestellungen vermeldet. Der dürfte jedoch eher kurzfristiger Natur sein, denn viele Spediteure wollen ihre neuen Lastwagen noch in diesem Jahr bekommen, um den schärferen EU-Abgasvorschriften vorerst zu entgehen, die von Januar an gelten. (dpa/rs)

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