Was Millennials fordern

Vom Arbeits-PC aus auch zu Facebook

18. Oktober 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
IT am Arbeitsplatz auch privat nutzen – drei von vier Mitarbeitern unter 30 fordern das. Ihr Sicherheitsbewusstsein ist dabei laut Cisco-Umfrage gering.

Die Ergebnisse eines Cisco-Reports erklären Arbeitnehmer unter 30 Jahren zum Sicherheitsrisiko. 70 Prozent der jungen Mitarbeiter verstoßen zumindest hin und wieder gegen Unternehmensrichtlinien zur IT-Nutzung. Dazu kommt: 68 Prozent der Young Professionals haben schon einmal in der Öffentlichkeit für Fremde einsehbar mit vertraulichen Firmendaten gearbeitet. Für den Report wurden 1.400 Arbeitnehmer aus 14 Ländern befragt, die nicht in IT-Positionen arbeiten.

Für knapp 60 Prozent der jungen Mitarbeiter ist ein mobiles Endgerät die wichtigste Technologie in ihrem Leben.
Für knapp 60 Prozent der jungen Mitarbeiter ist ein mobiles Endgerät die wichtigste Technologie in ihrem Leben.
Foto: MEV Verlag

Das Sicherheitsbewusstsein vieler Befragter scheint nicht stark ausgeprägt. 19 Prozent der Arbeitnehmer unter 30 Jahren gaben an, dass sie ihre Passwörter nie ändern. 60 Prozent von ihnen sehen außerdem die Sicherung von Geräten und Daten im Unternehmen nicht als ihre Aufgabe an. Vielleicht sehen sie darin auch die Aufgabe der IT-Abteilung. Denn an anderer Stelle der Umfrage zeigt sich, dass viele junge Arbeitnehmer der IT-Abteilung durchaus mit Respekt begegnen: Knapp zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie die Arbeit der eigenen IT-Abteilung respektieren.

Viele junge Berufstätige wollen von überall und zu jeder Zeit arbeiten können. Über die Hälfte der Befragten äußerte das Bedürfnis nach flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit des Zugriffs von überall. 58 Prozent der Umfrageteilnehmer bezeichneten ein mobiles Endgerät - etwa einen Laptop, ein Smartphone oder ein Tablet - als die wichtigste Technologie in ihrem Leben. So wie die Arbeit ins Private dringt, dringt das Private auch an den Arbeitsplatz: Drei von vier jungen Erwerbstätigen sind der Meinung, dass ihr Arbeitgeber ihnen mit Geräten am Arbeitsplatz auch die persönliche Nutzung erlauben sollte.

Das Internet ist für viele Angehörige dieser Altersgruppe essenziell. 62 Prozent der Befragten geben an, dass sie ohne das Internet nicht leben könnten und bezeichnen es als integralen Bestandteil ihres Lebens. 47 Prozent bezeichnen das Internet als fast so wichtig wie Wasser, Essen und Luft. Ein Drittel der Befragten stellt das Internet auf eine Stufe mit Wasser, Essen und Luft.

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