Professionelle Cyberkriminelle geben heute den Takt vor

Von Script-Kiddies zum Profi-Cracker

02. Februar 2007
Von Edmund Lindau/CW.at
Hobby-Hacker haben heute ausgedient oder tummeln sich nur mehr auf Nebenschauplätzen. IT-Security und Informationssicherheit, Angriff wie Verteidigung sind zum Profi-Business geworden. Das Management spielt die entscheidende Rolle.

Microsoft schätzt die Bedrohung durch Viren derzeit eher klein ein. Vielmehr sind DOS/DDOS und Malware-Attacken, Social Engineering und Wirtschaftsspionage Themen, welche die großen Unternehmen beschäftigen. Und das wird auch in naher Zukunft so sein.

Noch vor vier Jahren wurden Systeme hauptsächlich von Script-Kiddies, interessierten jungen Menschen, angegriffen. Diese haben sich inzwischen zu versierten "Hobby-Hackern" und Auftrags-Hackern weiterentwickelt. Während Script-Kiddies aus Neugier handelten, waren Hobby-Hackern Ruhm und Anerkennung ihrer Kollegen wichtig. Heute stehen wirtschaftliche und je nach Ausprägung nationale Interessen als Beweggrund für Spionageakte im Vordergrund. Wirtschaftsspionage klingt nach Großkonzern, Militär oder CIA - aber längst sind auch Privatbanken und mittelständische Betriebe in der Schweiz davon betroffen.

Überall wo Geld im Spiel ist, wird organisiert, gut organisiert. Otto-Normalverbraucher kann sich heute Bot-Netze mieten oder eine DOS-Attacke als Dienstleistung im Internet kaufen. Das Angebot ist reichlich und vielfältig.

Durch die Angebotsvielfalt kann sich heute ein Hacker Zugang zu hochspezialisierten Werkzeugen verschaffen. Die Akteure sind Hobby-Hacker, Experten (-Organisationen) und Spezialisten mit ausgezeichnetem Wissen. Diese werden von Firmen oder in nationalem Interesse für entsprechende Aufgaben engagiert. Sie führen Angriffe aus und nutzen dabei noch nicht veröffentlichte Schwächen von Standardprodukten aus oder individualisieren MalwareMalware für gezielte Zwecke. Alles zu Malware auf CIO.de

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