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Digitale Blockaden lösen

Vor allem das Tempo zählt

01. März 2016
Theorie und Praxis klaffen bei der Digitalisierung oft auseinander. Der anfänglichen Euphorie folgt Ernüchterung. Fünf Tipps, wie Sie digitale Projekte am Laufen halten.

Obwohl viele Unternehmen grundsätzlich um die Bedeutung der digitalen Transformation wissen, geraten entsprechende Initiativen nach anfänglicher Begeisterung oft ins Stocken. In unserer aktuellen Studie "Digitalisierung entzaubern - wie die deutschen Top500 digitale Blockaden lösen" haben wir fünf Schlüsselfaktoren identifiziert, auf die Unternehmen achten sollten, damit Sie die digitale Transformation schnell und nachhaltig in Fahrt bringen können.

  1. Einfach anfangen, nicht überplanen! Es gibt keinen Masterplan für eine erfolgreiche Digitalisierung. Vielmehr muss jedes Unternehmen seinen ganz individuellen digitalen Weg finden. Hier ergeben sich durchaus kulturelle Unterschiede: Während deutsche Unternehmen derzeit oft noch in erster Linie auf die Digitalisierung ihrer internen Prozesse und Strukturen setzen, konzentriert man sich in den USA häufiger auf die Kundenerfahrung und kundenzentrierte Geschäftsmodelle. Allgemein gilt jedoch: Der schnelle Start ist entscheidend - denn im Rahmen der Digitalisierung ist Zeit besonders erfolgskritisch. Zögern Sie daher nicht - sonst laufen Sie Gefahr, den Anschluss zu verlieren und Chancen zu verpassen.

  2. Kunden neu entdecken, Erlebnisse optimieren! Kunden sind anspruchsvoller denn je. Immer schneller sind sie auch zu einem Wechsel bereit, wenn sie von anderen, auch branchenfremden Spielern bessere Angebote erhalten. Die Empfehlung ist daher klar: Der Kunde und seine Bedürfnisse müssen zwingend im Mittelpunkt stehen. Versetzen Sie sich in den Kunden hinein. Was erwartet er? Wo sucht er nach Ihren Angeboten? Überlegen Sie ganz gezielt, wie Sie die "Customer Journey" so intuitiv und angenehm wie möglich gestalten können.

  3. Keine Angst vor Daten! Daten und Informationen gelten als die Treibstoffe der Digitalisierung. Doch nur wer sie auch gezielt nutzt, bleibt auf der digitalen Reise nicht stehen. Reines unstrukturiertes Sammeln reicht hier bei Weitem nicht aus. Vielmehr gilt es, geeignete Daten effizient und zielgerichtet zu identifizieren, auszuwerten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gehen Sie das Thema daher offensiv an und holen Sie sich bei Bedarf entsprechende Expertise ins Haus.

  4. Effizienz steigern, Komplexität reduzieren! Viele Startups haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber klassischen Konzernen: Sie wurden gerade erst gegründet und kennen gar nichts anderes als digitale Infrastrukturen und Geschäftsmodelle. Daher sind sie äußerst agil und flexibel. Entscheidungen fallen schnell, Risiken werden mit einer gewissen Freude eingegangen und Scheitern gehört zum Tagesgeschäft. Um in Zeiten immer massiverer Umbrüche bestehen zu können, sollten Sie als etabliertes Unternehmen daher dringend Ihre Prozesse vereinfachen und Ihre Strukturen digitalisieren.

  5. Neue Wettbewerber und neue Märkte erkennen! Etablierte Unternehmen benötigen "Radargeräte" wie etwa Inkubatoren oder Akzeleratoren, um all die neuen Spieler zu erkennen, die plötzlich auftauchen und die Logik ganzer Märkte mit völlig neuen Geschäftsmodellen auf den Kopf stellen. Auch hier gilt: Zeit entscheidet. Darüber hinaus sollten Sie das höhere Wachstumstempo aber auch als Chance begreifen: Denn zunehmend lassen sich so auch neue Märkte erschließen, die im Rahmen der Digitalisierung des bestehenden Produktangebots erreichbar sind. Dafür brauchen Sie das geeignete Team.

Digitale Geschäftsmodelle entstehen zwar nicht von heute auf morgen, sollten aber mit Engagement und der angemessenen Euphorie angegangen werden. Dabei zählt zunächst vor allem das Tempo. Doch zugleich müssen Unternehmen künftig auch mit Blick auf die Umsetzung digitaler Neuerungen noch viel strukturierter vorgehen. Wichtig dabei: Sowohl die internen Prozesse als auch die Kundenerfahrung sollten dabei im Fokus stehen. Die erfolgreichsten Unternehmen, so zeigen unsere Analysen, verfolgen beide Stoßrichtungen parallel. Digitalisierung mit internem und externem Fokus geht dann Hand in Hand.

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