Verbesserte Reporting-Strukturen

Vorstandssitz des CIOs verbessert Firmen-Performance

21. Februar 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
In Unternehmen der Spitzenklasse sitzt der CIO mit im Vorstand und kann seine Arbeit auf die Firmenziele abstimmen. Durchschnittsunternehmen dagegen verschenken dieses Potenzial und siedeln ihre IT-Verantwortlichen weiter unten an. Dadurch riskieren sie Fehler wie beispielsweise Budgetüberschreitungen. Das geht aus einer Studie des Unternehmensberaters Hackett hervor.

Nach Aussage von Senior Business Advisor Douglas Barta scheitern in Durchschnittsfirmen viele ProjekteProjekte daran, dass die Leitung ihre IT-Abteilung nicht in die Planung einbezieht. Fehler wie Budget- oder Terminüberschreitungen führt Barta darauf zurück. Alles zu Projekte auf CIO.de

In Top-Firmen sitzt der CIO mit in der Führungsriege.
In Top-Firmen sitzt der CIO mit in der Führungsriege.

Nur in 56 Prozent der Durchschnittsfirmen sitzen CIOs mit im Führungsgremium, in Top-Unternehmen ist es die Regel. Durch diese Position gehen die IT-Verantwortlichen über den standardmäßigen Support der Prozess-IT-Unterstützung weit hinaus: Sie sind in kurz- und langfristige Firmenziele eingebettet und können dazu beitragen, Wettbewerbsvorteile zu erkennen.

Die Analysten haben sich genauer angesehen, an wen CIOs berichten. Fazit: In World-Class Unternehmen ist mit 71 Prozent jeder Dritte dem Chairman unterstellt, in Durchschnittsbetrieben mit 20 Prozent nur jeder Fünfte.

In Durchschnitts-Unternehmen berichten CIOs meist nicht an den Chairman, sondern an den CFO oder COO.
In Durchschnitts-Unternehmen berichten CIOs meist nicht an den Chairman, sondern an den CFO oder COO.

Der Großteil der CIOs in Durchschnittsfirmen berichtet an den Chief Financial Officer (33 Prozent) oder an den Chief Operating Officer (26 Prozent). Nach Deutung der Analysten konzentrieren sie sich dadurch auf ihr technisches Fachwissen und die Kostenkontrolle. "So ist es für sie schwierig, einen strategischen Mehrwert zu liefern", schlussfolgern die Autoren der Studie.