Web Services

Vorteile und Herausforderungen der Web-Services-Technologie

02. Oktober 2003
Web Services bieten eine Reihe von Vorteilen bei Integrationsprojekten, es sind aber auch verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. In einer aktuellen Studie zeigt Berlecon Research, welche Vorzüge Web Services gegenüber traditionellen Methoden mitbringen.

Web-Services-Technologie hat eine Reihe von Vorteilen bei Integrationsprojekten, es sind aber auch verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. Beide sind Gegenstand dieses Kapitels, wobei vor allen Dingen betriebswirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen, die sich in den meisten Fällen aber aus den technologischen Charakteristika von Web Services ergeben. Insgesamt können vier Hauptvorteile unterschieden werden. So versprechen Web Services: Eine einfache und flexible Gestaltung von Geschäftsprozessen, Effizientere Projektabwicklung und geringere Projektkosten, Investitionsschutz und Zukunftssicherheit.

Vorteile bei der Projektdurchführung

Die Durchführung von Integrationsprojekten mit Web-Services-Technologie verspricht zwei unmittelbare Vorteile. Zum einen können Geschäftsprozesse einfach und flexibel in der IT abgebildet werden, zum anderen können Projekte effizient und mit vergleichsweise geringen Projektkosten realisiert werden.

Serviceorientierte Architekturen, wie sie mit Web Services verwirklicht werden können, bieten zwei wesentliche Vorteile für die Modellierung komplexer Geschäftsprozesse: In serviceorientierten Architekturen werden funktionale Einheiten modelliert, die in verschiedenen Zusammenhängen wieder verwendet werden können. Die Modellierung von Operationen als kleinste Einheiten ermöglicht die Zusammenfassung von Aktionen auf einer sinnvollen und handhabbaren Granularitätsebene.

Beide Vorteile gelten zwar nicht nur für Web-Services-Technologie allein, sondern für serviceorientierte Architekturen im Allgemeinen. Aber Web-Services-Technologie ist besonders gut für die technische Realisierung von serviceorientierten Architekturen geeignet.

Serviceorientierte Architekturen sind nicht nur für Neuentwicklungen geeignet. Auch existierende Software, die ursprünglich nicht serviceorientiert entwickelt worden ist, kann durch das Einziehen einer Web-Services-Schicht entsprechend integriert werden. Dabei werden Web Services als so genannte "Wrapper" auf existierende Legacy-Software aufgesetzt. Dadurch können eingespielte Geschäftsprozesse und bereits implementierte Funktionalität weiterverwendet und direkt im Kontext von Intranet, Extranet und Internet genutzt werden.