Business Intelligence rutscht in CIO-Agenda vom Spitzenplatz

Wachstumsmarkt unter Ergebniszwang

17. Februar 2010
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Der BI-Markt wächst weiter, sagen die Analysten von Gartner. Enterprise Performance Management ist einer der wichtigsten Treiber. Allerdings stellen Sparzwänge und ein Trend zu Silo-Architekturen die Firmen vor große Herausforderungen.

Auf Sicht lohnt es sich für Unternehmen eindeutig, ihre Business IntelligenceBusiness Intelligence (BI) zu breiter angelegtem Enterprise Performance Management (EPM) auszubauen. Die US-Marktforscher von Gartner sagen in ihrem „Magic Quadrant for Business Intelligence Platforms“ einen signifikanten Wettbewerbsvorteil voraus: Schon bis 2011 überflügeln Firmen, die mit Performance EPM-Applikationen eine leistungsorientierte Unternehmenskultur fördern, ihre Konkurrenz. Laut Gartner schlägt sich das in einem um 30 Prozent besseren Geschäftsergebnis nieder. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Überhaupt zählen die Analysten EPM als Wachstumstreiber im BI-Markt. Die Nachfrage nach entsprechenden Lösungen weitet sich demnach über das klassische Feld Finance und Corporate Performance ManagementPerformance Management (CPM) auf andere Unternehmensbereiche aus. Gartner nennt hier als Beispiele die Abteilungen für Sales, Personal und Call Center. Einzuordnen ist dies in einen Trend zur Konvergenz, der in diesem Jahr nach Ansicht der Marktforscher über grundlegende Dashboards und Scorecards hinausgeht. Alles zu Performance Management auf CIO.de

Predictive Analytics – also die zukünftige Geschäftsentwicklung antizipierende Analyse-Software – ist dabei mehr als ein Instrument, um künftige Prozesse vorherzusagen. Die Software ist immer besser in der Lage, angemessene Zielschwellen zu ermitteln und strategische Schlüssel-Indikatoren zu bestimmen.

Insgesamt beobachtet Gartner eine Verschiebung vom reinen Messen zu Analyse, Vorhersage und Optimierung. Zwar blieb im BI-Segment ReportingReporting im vergangenen Jahr die vorherrschende Art des Informationsaustauschs. Allerdings zeigt sich hier dank interaktiver Visualisierungs-Tools ebenfalls eine Tendenz zur Verbreiterung. So viele Nutzer wie nie zuvor bringen sich in den Unternehmen in die Datenanalyse mit ein. Auch wegen des konjunkturellen Abschwungs ist auf Anwenderseite der Bedarf nach genauen Forecasts und optimierten Geschäftsprozessen gestiegen. BI wird sich in der Krise mehr als je zuvor beweisen müssen, so Gartner. Insbesondere gilt es das Versprechen einzulösen, neue Quellen für Wachstum und Business Value erschließen zu können. Alles zu Reporting auf CIO.de