Finance IT


Geldwäsche-Prävention

Warum Banken mehr IT-ler brauchen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Banken müssen bis zu 20 Prozent mehr Informatiker einstellen. Das behauptet zumindest das Beratungshaus Steria Mummert. Der Grund sind Compliance-Vorgaben.
Banken werden in ihre IT investieren müssen, um compliant zu arbeiten. Das sagt jedenfalls Steria Mummert voraus.
Banken werden in ihre IT investieren müssen, um compliant zu arbeiten. Das sagt jedenfalls Steria Mummert voraus.
Foto: Fineas/Fotolia

Die Konkurrenz um Informatiker wird noch schärfer - Geldinstitute brauchen deutlich mehr IT-ler als bisher. So lautet zumindest eine Einschätzung des Hamburger IT-Beratungshauses Steria Mummert. Die Hanseaten glauben, dass BankenBanken bis zu 20 Prozent mehr Informatiker brauchen. Top-Firmen der Branche Banken

Steria Mummert begründet das mit wachsende Compliance-Anforderungen. Aktueller Anlass ist die kommende vierte Geldwäsche-Direktive der EU. Kurz gesagt müssen Banken Geldströme noch genauer auf Anzeichen von Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Steuerflucht prüfen. Dazu gehört auch, die Beziehungen zwischen den einzelnen Sendern und Empfängern von Geldflüssen genauer als bisher zu untersuchen.

Die Hamburger Berater glauben, dass das nicht aus Bordmitteln zu stemmen ist. "Viele Banken sind gezwungen, Personal und IT-Ausstattung in den Compliance-Abteilungen aufzustocken", sagt Martin Stolberg, Compliance-Experte bei Steria Mummert.

Konkret heißt das zum Beispiel, dass Investitionen in Technologien für die Daten-Analyse fällig werden. Die Geldinstitute müssen Daten stärker als bisher kontextbezogen auswerten. Dem sind klassische Datenbanken nicht mehr gewachsen, so Stolberg. Er rät zu Realtime- und Neartime-Analysen.