IT-Strategien

Warum Intrum Justitia auf SOA verzichtet

09. Oktober 2008
Christoph Lixenfeld, seit 25 Jahren Journalist und Autor, vorher hat er Publizistik, Romanistik, Politikwissenschaft und Geschichte studiert.

1994 gründete er mit drei Kollegen das Journalistenbüro druckreif in Hamburg, schrieb seitdem für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, Focus, den Tagesspiegel, das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und viele andere.

Außerdem macht er Hörfunk, vor allem für DeutschlandRadio, und produziert TV-Beiträge, zum Beispiel für die ARD-Magazine Panorama und PlusMinus.

Inhaltlich geht es in seiner Arbeit häufig um die Themen Wirtschaft und IT, aber nicht nur. So beschäftigt er sich seit mehr als 15 Jahren auch mit unseren Sozialsystemen. 2008 erschien im Econ-Verlag sein Buch "Niemand muss ins Heim".

Seit 2014 betreibt er die Informationsplattform www.wohinmitmutter.de.

Christoph Lixenfeld schreibt aber nicht nur, sondern er setzt auch journalistische Produkte ganzheitlich um. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Süddeutscher Zeitung und Computerwoche produzierte er so komplette Zeitungsbeilagen zu den Themen Internet und Web Economy inklusive Konzept, Themenplan, Autorenbriefing und Redaktion.
Beim Inkassospezialisten Intrum Justitia verzichtet der Finanzchef gänzlich auf eine manuell programmierte SOA. Er plant sein zentrales System mit der Modellierungssprache "Executable UML".

Die besten Freunde sind Finanzvorstände und IT-Chefs in den meisten Unternehmen nicht. CFOs reden ständig von Ausgabendisziplin, knappen Budgets und schlanken Strukturen; die IT soll so wenig wie möglich kosten, dabei aber so viele und so detaillierte Auswertungen und Steuerungs-Tools wie möglich zur Verfügung stellen. Mit technischen Feinheiten brauchen CIOs ihren Finanzchefs gar nicht erst zu kommen: zu kompliziert, kein Interesse.

Dass diese Probleme keineswegs naturgesetzlich sind, beweist der Schweizer Kredit-Management-Dienstleister Intrum Iustitia AG, der zur international tätigen Intrum Justitia Gruppe aus Stockholm gehört. Bei Intrum war es der Finanzchef höchstselbst, der eine innovative, durchaus erklärungsbedürftige IT-Lösung gegen interne Widerstände durchboxte. Und das, obwohl sich dabei der ROIROI nicht exakt beziffern ließ. Alles zu ROI auf CIO.de

"Recash" war in die Jahre gekommen

"Eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen ist bei dieser Sache schwierig. Außerdem sagen solche Kalkulationen oft wenig aus: "Jede Zahl ist auch Meinung, das heißt, es gibt keine Zahl, die sich nicht irgendwie verargumentieren ließe", sagt Daniel Seiler, der als Finanzvorstand für die Schweiz, Deutschland und Österreich zuständig ist.

Für einen CFO sind solche Sätze einerseits eher ungewöhnlich, andererseits passen sie gut zu dem gesamten Projekt. Seine Ausgangslage: "Recash", die zentrale Geschäftsanwendung des Inkassounternehmens, war in die Jahre gekommen und konnte die steigenden Anforderungen nicht mehr erfüllen. "Im Grunde schütteten wir alle Kundendaten in eine einzige Datenbank, die dadurch natürlich enorm anschwoll und irgendwann nicht mehr handhabbar war", erzählt Seiler. "Bei jeder Auswertung und jeder Analyse wurden gigantische Datenberge bewegt, entsprechend lange dauerten die Abfragen."

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